20 Jahre nach der Veröffentlichung ihres legendären, sowie für die Rockszene prägenden gleichnamigen Debütalbums Wolfmother, bewies die australische Rock Band um Frontmann Andrew Stockdale, dass überzeugende Rockmusik kein Spektakel braucht.
Es ist 19:00 Uhr, der Einlass beginnt und der Konzertsaal füllt sich langsam. Der größte Teil des anwesenden Publikums befindet sich zu dem Zeitpunkt aber erst noch im Außenbereich des Düsseldorfer Zentrums für Aktion, Kultur und Kommunikation. Gegen 20 Uhr war der Innenbereich allerdings schon sehr voll und die Fans warteten nur noch darauf, dass es endlich losgeht. Eine Vorband gibt es an diesem Abend nicht. Lediglich Wolfmother stehen auf der Bühne. Wie sich schnell zeigt, brauchen die Australier, deren Musik häufig dem Stoner Rock, Hard Rock und Psychedelic Rock zugeordnet wird, keine Vorband, um das Publikum auf Betriebstemperatur zu bringen.
Um 20:30 Uhr geht es endlich los. Wolfmother betreten die Bühne und das ganz ohne Inszenierung, Banner oder Intro.
Gestartet wird direkt mit „Dimension“, was ebenfalls der erste Song ihres vor 20 Jahren international erschienenen Debütalbums ist. Direkt gefolgt von drei weiteren bekannten Klassikern „White Unicorn“, „Woman“ und „Apple Tree“. Vor der Bühne ist das Publikum schon nach wenigen Minuten auf Temperatur. Der komplett gefüllte Konzertsaal kocht und es gibt einen Moshpit. Textzeilen werden fleißig mitgesungen und die Stimmung ist hervorragend.
Die Setlist ist an diesem Abend überwiegend geprägt von älteren Songs und wenigen neueren Songs der australischen Rockband, was beim Publikum gut ankommt. Es folgten Titel wie „Midnight Train“, „New Moon Rising“ oder „Vagabond“. Dann ist es endlich so weit, nachdem das aufgeheizte und gut gelaunte Publikum ohnehin schon keine Pause gegönnt wurde, kommt jetzt der Song, auf den wahrscheinlich die meisten gewartet haben. „Joker and the Thief“, bekannt aus einigen Hollywood-Filmen, ist ein absoluter Klassiker dieser Band. Als Andrew Stockdale mit dem markanten Gitarrenintro beginnt, öffnet sich sofort ein großer Moshpit im Publikum und die Menge konnte dort noch ein letztes Mal alles geben. Nachdem Wolfmother dann ihre wohl größten Hits performt haben und nach gut anderthalb Stunden unter lauten Zugaberufen die Bühne verlassen, kommen die Australier dann noch ein letztes Mal mit „Victorious“ aus dem ebenfalls gleichnamigen 2016 erschienenen Album auf die Bühne und geben dem Abend einen gelungenen Abschluss.
Fazit:
Es war zwar ein sehr minimalistisches Konzert und ohne Vorbands ein relativ kurzer Abend. Wolfmother haben es aber meiner Meinung nach geschafft, ohne Inszenierung und mit ihrer Musik das Publikum mitzureißen und es zu einem gelungenen Abend zu machen. Manchmal braucht es eben nicht viel, weshalb es für mich trotzdem eine klare Empfehlung ist sich diese Band mal anzuschauen!
Fotocredit: Andrew Stockdale
Review: Dirk Massling