Mit „Go Fuck Urself“ liefern Fat Dog einen Song, der klingt wie ein übersteuerter Rave-Traum zwischen Post-Punk, Synth-Wahnsinn und britischem Alltagskollaps. Drei Minuten lang schleudert die Band ihre Hörer*innen durch neonflackernde Achtziger-Referenzen, hektische Grooves und eine Atmosphäre, die wirkt, als wäre sie direkt aus einem verschwitzten Kellerclub südlich der Themse übertragen worden.
Die Synthesizer tragen den stumpfen Glanz vergangener Clubnächte, während eine Melodica durchs Arrangement tropft wie Kondenswasser von der Decke eines besetzten Hauses. Frontmann Joe Love singt mit jener genervten Lakonie, die britische Bands seit The Fall kultiviert haben, irgendwo zwischen Diagnose, Provokation und schwarzem Humor.
Dabei ist „Go Fuck Urself“ weit mehr als ein klassischer Wut-Song. Die Aggression richtet sich weniger nach außen als gegen das eigene Spiegelbild: gegen Überforderung, Dauererschöpfung und jene Form von Selbstverstrickung, die den digitalen Alltag prägt. Trotzdem explodiert der Refrain in euphorischer Farbigkeit – Balearen-Grooves für Menschen, die nachts feststellen, dass sie eigentlich vor sich selbst davonlaufen.
Passend dazu steigt die Band im begleitenden Video in einen Wrestling-Ring. Zwischen Kunstfigur, Schweiß und kontrolliertem Chaos inszenieren Fat Dog ihre ganz eigene Form von Wahrhaftigkeit – laut, absurd und hochenergetisch.
Live-Termine 2026
- 01.07.2026 — Berlin, Olympiastadion (Support für Foo Fighters)
- 03.07.2026 — Wien, Ernst-Happel-Stadion (Support für Foo Fighters)
- 18.09.2026 — Reeperbahn Festival, Hamburg
- 04.11.2026 — Köln, Kantine
- 06.11.2026 — Berlin, Festsaal Kreuzberg
Foto: Emma Toma