Mit ihrem Album „OKAY?!“ liefert sarah4k eines der kompromisslosesten und gleichzeitig spannendsten Releases ab, die die deutschsprachige Club- und Underground-Szene aktuell hervorgebracht hat. Zwischen Eurotrance, Detroit Electro, Ghetto-Tech, Trap und komplett übersteuerter Rave-Energie entsteht hier ein Werk, das weniger wie ein klassisches Album wirkt, sondern vielmehr wie ein permanenter Adrenalinschub mitten in die Fresse.
Dabei merkt man schnell, dass sarah4k längst nicht einfach nur auf einem nostalgischen 2000er-Revival mitreitet. Zwar erinnert die rohe Energie des Albums stellenweise an Acts wie SXTN, 6euroneunzig oder auch Mariybu, doch während viele Artists aktuell versuchen, Y2K-Ästhetik oder Hyperpop lediglich neu zu verpacken, wirkt sarah4k deutlich unkontrollierter, deutlich aggressiver und vor allem ehrlicher.
Gerade diese völlige Rücksichtslosigkeit macht „OKAY?!“ so interessant.
Inhaltlich bewegt sich sarah4k irgendwo zwischen Selbstermächtigung, Hedonismus, gesellschaftlicher Frustration und völliger Selbstüberspitzung. Female Empowerment wird hier nicht als Marketing-Begriff verkauft, sondern wirkt wie eine völlig natürliche Grundhaltung. Gleichzeitig schwankt das Album ständig zwischen völliger Selbstzerstörung, Größenwahn und ironischer Selbstreflexion – genau dieser Mix sorgt dafür, dass die Platte niemals langweilig wirkt.
Unser erster Berührungspunkt mit sarah4k war bereits beim Reeperbahn Festival 2025. Kleiner Club, komplett überfüllt und eine Energie im Raum, die sofort deutlich machte, dass hier gerade etwas entsteht, das größer werden könnte. Genau dieses Gefühl zieht sich nun auch durch „OKAY?!“. Das Album klingt nach Aufbruch, nach Szenewechsel und nach jemandem, der keinerlei Interesse daran hat, sich an bestehende Regeln anzupassen.
Dass die ersten eigenen Releaseshows bereits restlos ausverkauft sind, überrascht deshalb kaum. sarah4k hat sich in den letzten Jahren Schritt für Schritt eine komplett eigene Welt aufgebaut – irgendwo zwischen Internetkultur, Clubszene, DIY-Ethos und maximaler Reizüberflutung.
Mit „OKAY?!“ liefert sie nun endgültig den Beweis, dass sie weit mehr ist als nur ein kurzlebiger Underground-Hype. Dieses Album ist laut, unbequem, überfordernd und manchmal fast anstrengend – aber genau deshalb funktioniert es so gut.
Persönliches Highlight der Track „HDF„
Sarah4k Live:
13.05.2026 – Lagerhaus, Bremen AUSVERKAUFT
14.05.2026 – Humboldthain, Berlin AUSVERKAUFT
08.09.2026 – Backstage, München
10.09.2026 – Elipamanoke, Leipzig
11.09.2026 – YUCA, Köln
25.09.2026 – Humboldthain, Berlin
26.09.2026 – Uebel & Gefährlich, Hamburg
Festivals:
03.06.2026 – Campus Festival Magdeburg
11.06.2026 – AStA Sommerfestival Paderborn
06.08. – 08.08.2026 – Pangea Festival, Ribnitz-Damgarten
21.08. – 22.08.2026 – Funhouse Festival, Kiel
Fotocredit: Albumcover / Artwork