Die britische Alternative Rock Band Basement meldet sich mit „WIRED“ eindrucksvoll zurück und das nach einer achtjährigen Albumpause. Die Veröffentlichung am 7.05 markiert dabei nicht nur ein lang erwartetes Comeback, sondern auch ein klares Statement. Schon im Vorfeld war deutlich, dass dieses Album kein vorsichtiger Neustart sein soll. Genau das ist „WIRED“ geworden: kompromisslos, emotional aufgeladen und bewusst polarisierend.
Über zwölf Tracks hinweg besinnt sich Basement auf das, was sie ausmacht: rohe Energie, starke Emotionen und Melodien, die im Kopf bleiben. Dabei klingt nichts nach bloßer Nostalgie. Stattdessen wirkt das Album wie eine konsequente Weiterentwicklung ihrer bisherigen Arbeit. Die Songs wurden über Jahre hinweg gemeinsam ausgearbeitet, lange bevor es ins Studio ging. Das Ergebnis sind Stücke, die durchdacht wirken und gleichzeitig Raum für neue Ideen und Klangwelten lassen.
Das Album steigt energiegeladen mit „Time Waster“ ein und bringt sofort den typischen, rockigen Basement Sound hervor, den Fans kennen. Darauf folgen zwei weitere Songs mit ähnlich hoher Intensität. Ab Track vier, „Broken by Design“, wird die Weiterentwicklung der Band deutlich hörbar. Eine Mischung aus Indie Rock und Shoegaze tritt in den Vordergrund und erweitert das Klangspektrum spürbar.
Generell vermittelt das Album beim Hören ein Gefühl von einer musikalische Zeitkapsel. Basement verbinden verschiedene Stilelemente und verleihen ihnen eine eigene Note. Dabei fühlte ich mich an Bands wie Ovlov, Gleemer, Bush oder Incubus erinnert. Immer wieder entstand beim Hören ein Tagtraum von einer Zeit vor dem Internet und der digitalen Welt und davon, wie sich das Leben damals angefühlt haben könnte. Songs wie „Pick Up the Pieces“, „Head Alight“ oder „Summer’s End“ greifen mit ihren markanten Basslines den Sound der 2000er auf und versetzen einen direkt in diese Ära zurück.
Inhaltlich und musikalisch wirkt „WIRED“ wie das Ergebnis intensiver Selbstreflexion. Die Texte, die energetische Umsetzung und die Emotionen, die dabei transportiert werden, verleihen jedem Song auf seine eigene Weise Stärke und Tiefe.
Unterm Strich ist „WIRED“ kein Album, das es allen recht machen will. Es fordert heraus, überschreitet Grenzen und lebt von seiner Intensität. Basement gelingt es, ihre Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden und gleichzeitig die Tür für die Zukunft zu öffnen.
Fotocredit: Adam Powell