Mit „Landfall“ schlagen Wage War 2026 das nächste Kapitel ihrer Karriere auf. Nachdem die Band aus Florida bereits im Frühjahr mit der EP „It Calls Me By Name“ neues Material veröffentlicht hat, folgt nun ein Album, das die unterschiedlichen Seiten ihres Sounds noch konsequenter zusammenführt.
Härte und Melodie stehen dabei nicht gegeneinander, sondern bilden das Fundament eines modernen Metalcore-Albums mit ordentlich Druck.
Musikalisch präsentieren sich Wage War ausgesprochen wuchtig. Tiefe Gitarren, massive Breakdowns und ein druckvolles Rhythmusfundament treffen auf große melodische Passagen. Besonders das Zusammenspiel zwischen Briton Bonds aggressiven Vocals und Cody Quistads klarem Gesang sorgt weiterhin für den charakteristischen Kontrast der Band. Dabei wirkt die Kombination auf „Landfall“ weniger wie ein festes Schema und deutlich mehr wie ein bewusst eingesetztes Stilmittel.
Inhaltlich zieht sich das Gefühl von Kontrollverlust und der Konfrontation mit Kräften, die größer als man selbst sind, durch das Werk. Die Verbindung zu den Wurzeln der Band in Florida und die Bildsprache rund um Naturgewalten passen hervorragend zu diesem Ansatz. „Landfall“ vermittelt dadurch eine permanente Anspannung, die sich auch musikalisch widerspiegelt.
Wage War erfinden sich auf „Landfall“ nicht komplett neu – und müssen das auch nicht. Stattdessen schärft die Band ihren bestehenden Sound und bringt dessen melodische wie brachiale Seiten noch enger zusammen. Das Ergebnis ist ein kompromisslos produziertes Metalcore-Album, das gleichermaßen auf Kopfhörern wie auf großen Bühnen funktionieren dürfte.
Mit „Landfall“ zeigen Wage War, dass sie auch nach Jahren innerhalb der modernen Metalcore-Szene noch genügend Energie besitzen, ihren eigenen Sound weiterzuentwickeln, ohne dessen Wiedererkennungswert aufzugeben.
Fotocredit: Albumcover / Artwork