Mit „Monsters We Made“ schlägt die KRIS BARRAS BAND etwas neues auf und präsentiert ein Album, das die verschiedenen Stationen ihrer musikalischen Entwicklung gekonnt miteinander verbindet. Während frühere Veröffentlichungen noch deutlich von Blues Rock geprägt waren und zuletzt verstärkt moderne Metal-Einflüsse in den Vordergrund rückten, gelingt der Band nun die Balance zwischen klassischen Hardrock-Tugenden und zeitgemäßer Wucht. Das Ergebnis ist ein Album, das selbstbewusst klingt und die Stärken der Band konsequent in den Mittelpunkt stellt.
Schon nach kurzer Zeit wird deutlich, dass die KRIS BARRAS BAND auf große Melodien und kraftvolle Arrangements setzt. Druckvolle Gitarrenriffs treffen auf eingängige Refrains, während virtuose Soli den Songs zusätzliche Dynamik verleihen, ohne jemals überlastet zu wirken. Statt technisches Können in den Vordergrund zu stellen, dient jede musikalische Entscheidung dem Gesamtbild. Genau diese Ausgewogenheit sorgt dafür, dass „Monsters We Made“ trotz seiner Vielschichtigkeit jederzeit geschlossen wirkt.
Musikalisch bewegt sich die KRIS BARRAS BAND auf einem Terrain, das Fans von Black Stone Cherry, Shinedown, Alter Bridge vertraut vorkommen dürfte. Gleichzeitig lassen sich vereinzelt Einflüsse von Slash feat. Myles Kennedy & The Conspirators sowie moderneren Hardrock-Acts wie Those Damn Crows erkennen. Dennoch entwickelt die Band eine eigene Handschrift und vermeidet es, lediglich bekannte Erfolgsrezepte zu kopieren. Gerade die Verbindung aus bluesiger Gitarrenarbeit, modernen Rockelementen und stadiontauglichen Melodien sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert.
Auch produktionstechnisch hinterlässt „Monsters We Made“ einen hervorragenden Eindruck. Der Sound besitzt genügend Druck für die härteren Passagen, bleibt dabei aber transparent und ausgewogen. Gitarren, Bass, Schlagzeug und Gesang greifen harmonisch ineinander, wodurch die Dynamik der Band jederzeit erhalten bleibt. Die Produktion wirkt modern, ohne steril zu klingen, und verleiht dem Album genau die Größe, die die Kompositionen verlangen.
Besonders überzeugend ist die stilistische Geschlossenheit des Albums. Die KRIS BARRAS BAND versucht nicht, jedem Trend hinterherzulaufen, sondern konzentriert sich darauf, ihre unterschiedlichen Einflüsse sinnvoll miteinander zu verbinden. Dadurch entsteht ein Album, das sowohl langjährige Fans als auch neue Hörer*innen ansprechen dürfte. Die Mischung aus emotionalen Momenten, kraftvollen Gitarren und eingängigen Hooklines sorgt dafür, dass „Monsters We Made“ über die gesamte Laufzeit abwechslungsreich bleibt.
Mit „Monsters We Made“ beweist die KRIS BARRAS BAND, dass sie ihren musikalischen Platz gefunden hat. Das Album verbindet klassische Hardrock-Elemente mit modernen Einflüssen, ohne seine Wurzeln zu verleugnen, und überzeugt durch starke Melodien, überzeugendes Songwriting und eine authentische emotionale Note. Wer melodischen Hardrock mit Anspruch und einer gehörigen Portion Gitarrenleidenschaft schätzt, dürfte an diesem Werk kaum vorbeikommen.
Fotocredit: Albumcover / Artwork