Dylan Ivy schlägt mit seiner neuen Single eine deutlich leichtere, aber keineswegs belanglose Richtung ein. Nach zwei härteren Tracks kommt nun mit „The Song of the Summer“ ein Song, der sich sofort wie ein echter Sommerhit anfühlt: sonnig im Sound, groß im Refrain und gleichzeitig mit genug Bruchstellen, um nicht bloß nach Oberfläche zu klingen.
Der Titel ist dabei bewusst ein kleines Augenzwinkern. Ivy beschreibt einen Lebensstil, der erst glamourös wirkt und dann zur Falle werden kann. Es geht um Herzschmerz, Taubheit und das Gefühl, sich in den eigenen Mustern zu verlieren. Musikalisch übersetzt er das in einen minimalistischen Indie-Rock-Track mit Brit-Pop-Kante, der leichtfüßig wirkt, aber emotional viel mit sich trägt. Genau diese Mischung macht den Song so stark: Er klingt nach Sommer, ohne die Schattenseiten auszublenden.
Gleichzeitig zieht sich durch Ivys Schreiben weiter der Versuch, aus der inneren Leere wieder herauszufinden. Die neue Single wirkt wie ein Schritt zurück ins Licht, ohne so zu tun, als wäre der Weg dahin einfach. Gerade darin liegt ihre Wirkung. „The Song of the Summer“ ist nicht nur ein gut gewählter Titel, sondern eine ziemlich treffende Ansage: Das hier hat tatsächlich das Zeug zum Sommertrack des Jahres.
Fotocredit: Aleks Nikolic