Mit gerade einmal gut 25 Minuten Spielzeit benötigt HKSPK nicht viel Zeit, um auf „Heimkehr“ eine bemerkenswert intensive Atmosphäre aufzubauen. Acht Tracks reichen der Band, um Black und Death Metal mit Elementen aus Doom, melodischen Passagen und einer punkigen Unmittelbarkeit zu verbinden. Das Ergebnis wirkt roh und kompromisslos, besitzt gleichzeitig aber genügend Dynamik, um nicht ausschließlich auf Härte zu setzen.
Inhaltlich widmet sich „Heimkehr“ den dunkleren Seiten menschlicher Erfahrungen. Krieg, Vergeltung, gesellschaftlicher Zerfall und Erinnerung bilden den thematischen Rahmen, wobei HKSPK persönliche Erfahrungen, Beobachtungen aus dem eigenen Umfeld und historische Einflüsse miteinander verknüpft. Statt daraus eine durchgehende Geschichte zu konstruieren, entsteht eine Sammlung düsterer Momentaufnahmen, die gut zur bedrückenden Grundstimmung des Albums passt.
Dass HKSPK die Platte vollständig in Eigenregie geschrieben und produziert hat, passt zum unmittelbaren Charakter der Musik. Gerade diese Ungeschliffenheit gehört zu den Stärken der Veröffentlichung.
„Heimkehr“ ist damit ein kurzes, aber konzentriertes Album, das Brutalität nicht zum alleinigen Selbstzweck macht. HKSPK verbinden Härte, Atmosphäre und Melodie zu einer düsteren Platte, die nach 25 Minuten bereits vorbei ist, ihre Wirkung aber deutlich länger behält.
Das Werk findet ihr ab Freitag den 11. September 2026 z.B. hier.
Fotocredit: Albumcover / Artwork