Alternative Kultur, handverlesene Newcomer, ein solidarisches Ticketsystem und ein ehrenamtliches Team mit einer klaren Vision: Das Maifeld Live Festival hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Anlaufstelle für Musik- und Kulturbegeisterte entwickelt. Statt auf große Mainstream-Namen setzt das Festival bewusst auf spannende Entdeckungen, regionale Künstler*innen und eine familiäre Atmosphäre, die im ländlichen Raum ihresgleichen sucht. Am 23. und 24. Oktober 2026 öffnet das Festival im Forum Polch erneut seine Tore und möchte einmal mehr beweisen, dass außergewöhnliche Kulturveranstaltungen nicht ausschließlich in den Metropolen stattfinden müssen. Im Gespräch mit uns dem Frontstage Magazine spricht Bianca Werner teil des Organisationsteam über die Idee hinter dem Festival, die Herausforderungen eines rein ehrenamtlich organisierten Events, das solidarische Ticketsystem und warum gerade das Maifeld der perfekte Ort für ein Festival mit urbanem Flair ist.
Frontstage Magazine: Das Maifeld Live Festival beweist seit Jahren, dass große Kulturveranstaltungen nicht zwangsläufig in Metropolen stattfinden müssen. Was macht für euch den besonderen Reiz aus, ein alternatives Festival bewusst im ländlichen Raum zu etablieren?
Bianca: Wir mögen einfach den Überraschungseffekt: ein Festival mit städtischem Flair, aber mitten umgeben von Feldern und Wiesen. Wir wollen eine echte Alternative zu Junggesellen- und Schützenfesten bieten; einen Ort, an dem kulturbegeisterte Menschen zusammenkommen und ihre Musikneugier voll ausleben können. Auch unser Nachtflohmarkt hat gezeigt, dass die Leute hier riesiges Interesse an coolen Events in ihrer Nähe haben, die eben nicht von Schlagermusik und Bierzelt-Charakter geprägt sind. Damit treffen wir genau eine Nische auf dem Maifeld, die sonst niemand bedient.
Frontstage Magazine: Hinter dem Festival steht ein rund 25-köpfiges ehrenamtliches Team. Wie schafft ihr es, Jahr für Jahr ein professionelles Festival auf die Beine zu stellen, und welche Herausforderungen bringt diese Arbeitsweise mit sich?
Bianca: Man muss sich natürlich verdammt gut organisieren. Da alle ehrenamtlich am Start sind, haben im Alltag alle noch viel mehr andere Themen auf dem Zettel als nur das Festival. Wir arbeiten deshalb in Kleingruppen, die jeweils für einen festen Bereich, wie Gestaltung, Verpflegung oder Booking verantwortlich sind. Da wir alle miteinander befreundet sind, muss man in der Kommunikation manchmal schon sehr klar sein, um wirklich voranzukommen. Aber der Spaß darf dabei nie zu kurz kommen: Wir versuchen, auch abseits der Festival-Orga viel Zeit miteinander zu verbringen und einfach eine gute Zeit zusammen ohne Arbeit zu haben.
Frontstage Magazine: Mit eurem solidarischen Ticketsystem geht ihr einen ungewöhnlichen Weg. Wie ist die Idee entstanden und welche Rolle spielt soziale Zugänglichkeit für eure Vision von Kultur?
Bianca: Wir haben das System bei anderen Kulturveranstaltungen kennengelernt. Einer der Hauptgründe, Maifeld Live überhaupt zu gründen war ein niedrigschwelliges Kulturangebot für junge Menschen zu schaffen. Deshalb ist es und wichtig, dass die Veranstaltung trotz gestiegener Kosten für alle erschwinglich bleibt. Gleichzeitig haben uns in den letzten Jahren viele Leute gesagt, dass sie das Event so sehr schätzen, dass sie gerne mehr zahlen würden, damit es sich fest etabliert und bestehen bleibt. Die „Balanced Tickets“ kombinieren diese beiden Bedürfnisse perfekt.
Frontstage Magazine: Euer Line-up vereint spannende Newcomer*innen und regionale Acts statt großer Mainstream-Namen. Nach welchen Kriterien stellt ihr euer Programm zusammen und was macht für euch einen perfekten Maifeld-Live-Act aus?
Bianca: Wir wählen die Bands immer nach unserem persönlichen Geschmack aus. Dabei achten wir natürlich auf eine hohe Qualität, weil wir unser Publikum für Newcomer*innen-Musik begeistern wollen. Das Versprechen muss sein: „Selbst wenn ich die Band nicht kenne, weiß ich, dass sie musikalisch voll abliefert und ein geiles Live-Konzert hinlegt.“ Außerdem ist es uns extrem wichtig, gezielt regionale Acts und FLINTA-Künstler*innen auf unserer Bühne zu präsentieren!
Frontstage Magazine: Wenn jemand das Maifeld Live Festival noch nie besucht hat und ihr diese Person mit nur einem Satz überzeugen müsstet – warum sollte sie am 23. und 24. Oktober unbedingt nach Polch kommen?
Bianca: Weil dich hier eine fette Kulturveranstaltung an einem Ort erwartet, an dem niemand sie vermutet, du komplett überrascht wirst und in jeder Ecke unfassbar viel Liebe und Kreativität stecken.
Wir vom Frontstage Magazine präsentieren euch das Festival in Zusammenarbeit mit dem Maifeld Live Festival!
Maifeld Live 2026
📍 Forum Polch
📅 23. & 24. Oktober 2026
Festivalabend am 24. Oktober mit:
RAR
LINA-MARIAH
FLOPPY DISK
CLARA JOHN
THE RHINO
Tickets und weitere Infos sind ab sofort hier über die offizielle Festival-Website erhältlich.
Fotocredit: Offizielle Grafik