All Them Witches brachten am 23.06.2026 im Rahmen ihrer House of Mirrors Tour mit tatkräftiger Unterstützung von Steak das Publikum in der ausverkauften Hamburger Markthalle voll auf seine Kosten. Ein Abend, an dem Fans von Psychedelic, Stoner, Doom, Blues und Metal gemeinsam qualitativ hochwertige Musik genießen konnten.
Es war 19:00 Uhr, als der Abend begann, und es dauerte nicht lange, bis die Markthalle bereits komplett gefüllt war. Draußen herrschten sommerliche Temperaturen und es dauerte nicht lange, bis diese innerhalb der Markthalle trotz laufender Ventilatoren an der Decke übertroffen wurden. Das wirkte sich jedoch nicht auf die Stimmung des überwiegend weit über 30 Jahre alten, aber dennoch gemischten Publikums aus. Die Stimmung war gut, aber dennoch sehr entspannt. Eine Atmosphäre unter den Zuschauern, wie man sie sich bei einer Stoner-Show vorstellt.
Dann war es pünktlich um 20:00 Uhr so weit: Der Abend begann mit Steak. Eine für mich perfekt ins Line-up passende Stoner-Rock-Band, die ihrer Rolle als Support für All Them Witches mehr als gerecht wurde. Die aus London stammenden Musiker heizten in ihrem rund 45-minütigen Set die Hamburger Markthalle mit Songs wie „Wolves“ oder ihrer zuletzt am 05. Juni erschienenen Single „Luxury Junk“ weiter auf. Steak bieten qualitativ hochwertige Rockmusik und sind mit ihrem groovigen Fuzz-Sound eine klare Empfehlung.
Nach einer kurzen Pause ging es dann endlich weiter. Kurz nach 21 Uhr ertönte „War Pigs“ von Black Sabbath durch die Boxen und jeder wusste: Es geht gleich los. Die Stimmung in der komplett gefüllten Markthalle war gut und All Them Witches wurden unter lautstarkem Applaus beim Betreten der Bühne in Empfang genommen.
Gestartet sind All Them Witches mit „Don’t Bring Me Coffee“. Das Bühnenbild war sehr unspektakulär und kam ohne irgendwelche Banner aus. Jedoch wirkten die Bühnenbeleuchtung im Zusammenspiel mit ihrer tadellosen Performance und ihr musikalischer Mix aus Blues, Stoner, Doom und Psychedelic Rock beinahe hypnotisierend. Man merkte, wie sich das Publikum von einer gemischten Songauswahl aus alten Songs wie „Charles William“ oder „Workhorse“ sowie einigen neuen Titeln vom aktuellen Album House of Mirrors treiben ließ.
Der Auftritt wirkte zeitweise wie eine Jam-Session, wobei die Musiker aus Nashville ihre Songs gerne besonders in die Länge zogen und ihr Können deutlich unter Beweis stellten. Nach sehr blueslastigen Titeln wie „Harvest Feast“ wurde es zum Ende hin mit „Blood And Sand/Milk And Endless Waters“ sowie dem zunächst abschließenden „When God Comes Back“ etwas härter und eingefleischte Stoner-Fans kamen auf ihre Kosten.
Nach einem lautstarken Applaus und Zugaberufen kamen All Them Witches dann ein letztes Mal auf die Bühne und brachten den Abend mit „Alabaster“ zu einem krönenden Ende.
Fazit
Ein gelungener Abend mit einer starken Performance, sowohl vom Support-Act Steak als auch vom Haupt-Act des Abends, All Them Witches. Eine klare Empfehlung für jeden Fan von Stoner, Psychedelic oder einfach qualitativ hochwertiger Rockmusik. All Them Witches haben an diesem Abend jedenfalls unter Beweis gestellt, warum dieses Konzert zurecht ausverkauft war.
Fotocredit: Travis Shinn
Review: Dirk Massing