Hamburg stand am Dienstag erneut komplett im Zeichen des OMR Festival 2026. Bereits am frühen Morgen strömten Zehntausende Menschen durch die Hallen der Hamburg Messe und machten schnell klar: Das OMR ist längst nicht mehr nur eine reine Marketingmesse. Es ist ein gesellschaftliches Großevent geworden. Ein Treffpunkt für Creator, CEOs, Medienmacher, Musiker, Politiker, Investoren, Start-ups und Menschen, die Teil dieser digitalen Welt sein wollen.
Rund 70.000 Besucherinnen und Besucher wurden an den beiden Tagen erwartet – das Festival war erneut restlos ausverkauft. Viele Hunderte Aussteller, mehrere Hallen, unzählige Networking-Flächen, Side Events, Masterclasses und mehr als 600 Speaker machten Hamburg für zwei Tage zum Zentrum der internationalen Medien- und Marketingbranche.
Und genau das macht den Reiz des OMR Festivals aus: Innerhalb weniger Minuten läuft man von einem KI-Startup direkt zu einer Netflix-Installation, vorbei an Porsche, Adobe, DHL, Amazon, HBO-Max, der ARD–Mediathek oder dem ZDF–Sportstudio und viele mehr. Jeder versucht hier sichtbar zu sein. Jeder möchte Teil dieses gigantischen Branchentreffens werden.
Wer glaubt, in der Medien- und Entertainmentwelt relevant zu sein, kommt am OMR kaum vorbei.
Schon am ersten Tag wurde klar, warum das Festival Jahr für Jahr so einen Hype auslöst. Auf den verschiedensten Bühnen liefen parallel Talks, Panels und Diskussionen mit internationalen Gästen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Genau dieses Aufeinandertreffen völlig verschiedener Welten macht das OMR inzwischen einzigartig.
Eines der emotionalsten und gleichzeitig eindrucksvollsten Gespräche des Tages fand auf der Conference Stage statt: Wladimir Klitschko sprach gemeinsam mit Paul Ronzheimer über den Krieg in der Ukraine, die aktuelle Lage im Land und die persönlichen Auswirkungen auf sein Leben. Es war einer dieser Momente, in denen das OMR kurz den reinen Business-Gedanken verließ und zeigte, dass die Veranstaltung mittlerweile weit mehr sein möchte als nur Marketing und Reichweite.
Nicht weniger Aufmerksamkeit zog später Roland Emmerich auf sich. Der deutsche Hollywood-Regisseur zählt seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Filmschaffenden der Welt und hat mit Werken wie Independence Day, Stargate, 2012 oder Universal Soldier Filmgeschichte geschrieben. Seine Karriere – von Deutschland bis nach Hollywood – machte ihn zu einem der absoluten Publikumsmagneten des Tages.
Auch die Creator- und Social-Media-Welt spielte am Dienstag wieder eine riesige Rolle. Besonders viel Aufmerksamkeit bekam TikTok-Phänomen Zah1de, die gemeinsam mit ihrem Management über ihren kometenhaften Aufstieg sprach. Millionen Reichweite mit gerade einmal 15 Jahren – für viele Besucher ein Beispiel dafür, wie schnell Social Media heute komplette Karrieren verändern kann. Vom Mädchen, das einfach nur tanzen wollte, hin zu einer der bekanntesten jungen Creatorinnen Deutschlands.
Auf der Blue Stage wurde es derweil persönlicher und emotionaler. Olivia Jones sprach offen über Shitstorms, öffentliche Wahrnehmung und ihren Weg durch die Medienwelt. Gleichzeitig kündigte sie ihre kommende Biografie-Verfilmung Olivia an, die demnächst im Free-TV sowie in der ARD-Mediathek zu sehen sein wird. Der Film beleuchtet ihre Kindheit, das Erwachsenwerden und ihren Weg nach Hamburg – bis hin zur heute wohl bekanntesten Dragqueen Deutschlands.
Doch auch abseits der großen Bühnen lebte das OMR Festival wieder von seiner ganz eigenen Atmosphäre. Überall traf man bekannte Gesichter aus Medien, Musik und Entertainment. Zwischen Networking-Terminen, Interviews, Business-Meetings und Social-Media-Produktionen wurde in den Messehallen praktisch pausenlos gearbeitet – und gleichzeitig gefeiert.
Denn genau dafür steht das OMR mittlerweile ebenfalls: Tagsüber Business, abends Festival.
Und so verwandelte sich Hamburg nach Messeschluss erneut in eine riesige Partylandschaft. Auf zahlreichen Aftershow-Events wurde bis tief in die Nacht gefeiert. Besonders beliebt war unter anderem die HBO-Stage, auf der Acts wie SSIO, Drunken Masters, Oli.P und erneut Zah1de für Stimmung sorgten.
Am Ende des ersten Tages bleibt vor allem eines festzuhalten: Das OMR Festival schafft es wie kaum eine andere Veranstaltung in Deutschland, Business, Popkultur, Medienwelt und Entertainment miteinander zu verbinden. Zwischen Hollywood-Regisseuren, TikTok-Stars, CEOs und Politikern entsteht hier eine Mischung, die es in dieser Form wohl kein zweites Mal gibt.
Und genau deshalb pilgern jedes Jahr Zehntausende Menschen nach Hamburg.
Fotocredit: Offizielle Grafik