Die 39. Ausgabe der MAYDAY am 30. April in den Dortmunder Westfalenhallen hat eindrucksvoll bewiesen, warum das Event unter dem Motto „Iconic“ als fester Ankerpunkt der elektronischen Musikszene gilt. Mit 20.000 Besucher:innen war die Veranstaltung restlos ausverkauft und markierte die besucherstärkste Ausgabe seit Jahren. Über volle zwölf Stunden erstreckte sich ein Programm, das auf vier Floors die gesamte Bandbreite von Techno und Hardtechno bis hin zu Hardcore und Uptempo abdeckte und dabei über 30 internationale Artists vereinte.
Die Atmosphäre in den vier Hallen war durchweg positiv und von einem friedlichen Miteinander geprägt. Trotz der hohen Auslastung gab es auf den Tanzflächen stets ausreichend Platz, um sich frei zu bewegen, während sich das typische Gedränge weitgehend auf die Flure beschränkte, wenn bei Artist-Wechseln größere Menschenmengen zwischen den Bühnen zirkulierten. Besonders auffällig war die hohe Ausdauer der Crowd, da die Hallen im Vergleich zu früheren Jahren auch in den Morgenstunden noch sehr gut gefüllt waren. Musikalisch lieferte Klangkünstler ein gewohnt souveränes Set ab, während I Hate Models durch eine hohe Genre-Vielfalt und viel Abwechslung überzeugte, was die Dynamik auf dem Dancefloor bis zum Ende hochhielt. Auch Artists wie Lilly Palmer, Schrotthagen und Kalte Liebe trugen maßgeblich dazu bei, dass die Stimmung in der gesamten Nacht nicht abriss.
Im Bereich der härteren Klänge boten Paul Elstak, Miss K8 und Hysta ein intensives Programm, bei dem die gute Soundqualität einen sehr sauberen und druckvollen Klang hatte. Abseits der großen Headliner bot das Line-up durch Acts wie Trancemaster Krause oder das Duo Prada2000 b2b Ueberrest eine willkommene Abwechslung und frische Impulse, die den Gesamteindruck des Festivals sinnvoll ergänzten. Diese Auftritte profitierten besonders von einem hervorragenden Hallendesign, das sehr gut dimensioniert war und akustisch voll überzeugte. Das Zusammenspiel aus etablierten Größen und kleineren, erfrischenden Acts sorgte für einen sehr runden und qualitativ hochwertigen Abend, der für jeden Geschmack etwas bereithielt.
Das durchweg positive Echo der Community auf Social Media unterstreicht den Erfolg dieser Ausgabe, bei der gegenseitiger Respekt und die Freude an der Musik im Vordergrund standen. Um den Komfort für die kommenden Jahre noch weiter zu steigern, wäre lediglich ein Ausbau der Einlasskapazitäten wünschenswert, um die Wartezeiten zu Beginn des Abends für alle Besucher:innen so kurz wie möglich zu halten. Mit dem bereits gestarteten Vorverkauf für die Jubiläums-MAYDAY 2027 bleibt die Vorfreude auf das nächste Jahr groß, nachdem die diesjährige Veranstaltung den Status des Festivals als eine Ikone der Rave-Kultur eindrucksvoll zementiert hat.






Fotocredit: Sven Mense