Kai Hansen ist einer von diesen Namen, die im Metal längst mehr sind als bloße Credits – eher Koordinaten. Mit Helloween hat er den Power Metal in den 80ern überhaupt erst in die Spur gebracht, mit Gamma Ray über Jahrzehnte am Laufen gehalten. Jetzt schiebt er nach längerer Pause wieder ein Soloalbum auf den Tisch: „Born With A Hammer“ erscheint am 18. September 2026 bei earMUSIC und klingt schon dem Pressetext nach wie das, was man von Hansen im besten Sinne erwartet: roh, energiegeladen, rebellisch und sehr deutlich „von hier“.
Über zehn Songs hinweg soll „Born With A Hammer“ einmal durch die Hansen-DNA gehen: klassischer Heavy Metal, eine gute Portion Punk-Attitüde, Hard-Rock-Drive, große Melodien und vor allem diese gitarrengetriebene Energie, die ihn immer ausgezeichnet hat – getragen von seinem Songwriting, dem nach wie vor markanten Gitarrenton und einer Stimme, die man im Genre sofort erkennt. Geschrieben ohne Kompromisse, produziert gemeinsam mit Eike Freese und Alexander Dietz und eingespielt mit einer Band, die Substanz mitbringt: Freese an der Gitarre, Dietz (Heaven Shall Burn) ebenfalls an der Gitarre, Dan Wilding (Carcass) am Schlagzeug und Tim Hansen (Induction) als weiterer Gitarrist.
Den Auftakt macht „Feeding The Beast“, erste Single und Albumopener, die zeitgleich mit der Ankündigung erscheint – inklusive Video. Getrieben von messerscharfen Riffs, hymnischen Melodien und kompromissloser Energie, positioniert der Track das Album ziemlich klar: Hier will niemand das Erbe verwalten, hier wird weiter nach vorn gespielt. Nach der erfolgreichen Helloween-Reunion-Ära und den großen Welttourneen markiert „Born With A Hammer“ damit ein neues Solo-Kapitel für Kai Hansen – eines, das die alte Energie nicht nur konserviert, sondern in eine Platte gießt, die sehr deutlich für sich selbst stehen will.
Fotocredit: Album Cover