Marika Hackman meldet sich mit neuer Musik zurück. Am 19. Februar 2027 erscheint mit „False Dogs“ das mittlerweile fünfte Studioalbum der britischen Singer-Songwriterin über Chrysalis Records. Und dieses Mal hat Hackman die kreativen Zügel nahezu vollständig selbst in die Hand genommen. Sämtliche zwölf Songs stammen aus ihrer Feder, produziert und arrangiert hat sie das Album ebenfalls selbst. Selbst bei der Instrumentierung wollte sie offenbar kaum etwas dem Zufall überlassen und spielte von Gitarren und Schlagzeug über Klavier und Bass bis hin zu Mandoline und Synthesizern nahezu alles eigenhändig ein. Inhaltlich beschäftigt sich die mittlerweile 34-jährige Musikerin mit den Unsicherheiten des Erwachsenwerdens, gesellschaftlichen Erwartungen und der Frage, warum man eigentlich ständig das Gefühl hat, im Leben schon ein ganzes Stück weiter sein zu müssen.
Einen ersten Vorgeschmack liefert die neue Single „33“, mit der Hackman direkt eine ziemlich persönliche Bestandsaufnahme präsentiert. Der bittersüße Song blickt auf die Zeit zwischen ihrem 17. Lebensjahr und der Gegenwart zurück und beschäftigt sich mit Nostalgie, Zukunftsängsten und dem unaufhaltsamen Vergehen der Zeit. Unterstützung bekommt sie dabei von einem Kinderchor, der gewissermaßen als innere Stimme fungiert und ihr immer wieder zuruft, dass es sich lohnt, weiterzumachen. Das dazugehörige Musikvideo entstand in Zusammenarbeit mit JOFI Films und greift das Spannungsfeld zwischen Vergangenheit und Zukunft visuell auf. Hackman selbst beschreibt den Song als Auseinandersetzung mit der Angst vor dem Kommenden und der Erkenntnis, dass man darüber die schönen Momente der Gegenwart nicht vergessen sollte.
Entstanden ist „False Dogs“ zunächst in Hackmans eigenem Studio im Osten Londons, bevor es für zehn Tage in die Big Jelly Studios nach Ramsgate ging. Dort arbeitete sie unter anderem mit ihrem langjährigen Wegbegleiter Charlie Andrew und ihrer Ehefrau Polly Mackey, die unter dem Namen Art School Girlfriend ebenfalls Musik veröffentlicht. Neben den eigentlichen Instrumenten fanden sogar Feldaufnahmen von der Küste Kents ihren Weg auf das Album. Nach dem 2024 veröffentlichten „Big Sigh“ verspricht „False Dogs“ damit eine weitere spannende Entwicklung im ohnehin abwechslungsreichen Schaffen der Musikerin. Und wer Hackman kennt, weiß schließlich, dass bei ihr selbst die leisesten Töne gerne einmal ziemlich lange nachhallen.
Fotocredit: Jono White