In ihrer gemeinsamen neuen Single „Lieben wir uns genug“ (VÖ: 16.10.) erzählen LEA und Zsá Zsá von einem Gefühl, das fast jeder kennt und kaum jemand zugibt: dass man der besten Freundin nicht immer alles gönnt. Von dem kleinen Stich, wenn bei ihr gerade alles klappt, vom Vergleichen, das man nicht abstellen kann, und von der Angst, dass genau das die Freundschaft kaputt macht, wenn man es ausspricht. Ein Song über ein Thema, über das viel zu selten gesprochen wird, obwohl es in fast jeder engen Freundschaft irgendwann mitschwingt.
Dabei lebt „Lieben wir uns genug“ von zwei Perspektiven, die sich nichts schenken und gerade deshalb so nah beieinanderliegen. Zsá Zsá traut sich, auszusprechen, was viele nur denken, und macht damit den ersten Schritt. LEA erzählt von der anderen Seite: davon, wie man sich plötzlich nur noch auf Events sieht und die beste Freundin mit Leuten unterwegs ist, die man selbst kaum kennt. Statt großer Dramen geht es um die kleinen Momente, in denen sich etwas verschiebt: ein Glückwunsch, der eine Sekunde zu spät kommt, eine Story, die man sich dreimal ansieht, ein Lächeln, hinter dem mehr steckt, als man zeigen will. Genau darin liegt die Stärke des Songs. Er macht aus Gefühlen, für die man sich schämt, ein Gespräch, in dem sich jeder wiederfinden kann.
Fotocredit: Lucas Mueller