Dudelsack, Drehleier, althochdeutsche Sprachspuren und dazu ein elektronisches Fundament mit 128 BPM – beim deutschen ESC-Vorentscheid hat man vermutlich schon schlechtere Voraussetzungen mitgebracht, um zumindest im Gedächtnis zu bleiben. KLANGSCHMIEDE haben ihren Song „Remember“ für den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2027 eingereicht. Ob das Projekt von Claudia Sokoll und Timo Tofaute tatsächlich die nächste Runde erreicht, steht allerdings noch nicht fest.
Für „Remember“ haben die beiden ihr eigentlich als Duo angelegtes Projekt gleich deutlich vergrößert. Melli Ochsenfeld alias SKADIYA und Manuel Wagner übernehmen die beiden Leadstimmen, während Flöte, zwei Dudelsäcke und Drehleier für die nötige Portion Mittelalter sorgen. Statt die historischen Klangfarben lediglich aus dem Rechner zu holen, setzt KLANGSCHMIEDE dabei auf tatsächlich eingespielte Instrumente, die auf elektronische Flächen, Bass und Kick treffen. Irgendwo zwischen Medieval Techno und Nordic Folk entsteht so ein durchaus ungewöhnlicher Genre-Mix.
Passenderweise wurde das dazugehörige Material auf Schloss Burg in Solingen produziert. Dort entstanden sowohl das offizielle Musikvideo als auch das Bewerbungsvideo für den SWR. Seit dem 1. September 2026 liegt die Bewerbung beim Sender. Jetzt heißt es für KLANGSCHMIEDE & Friends erst einmal warten – ob Dudelsack und Drehleier tatsächlich in Richtung ESC 2027 reisen dürfen, entscheidet sich schließlich nicht bei 128 BPM.
Fotocredit: Klangschmiede & Friends