Nicht einmal ein halbes Jahr ist vergangen, seit NIKRA mit „Über beide Ohren“ ein Debütalbum veröffentlicht haben, bei dem man ziemlich schnell feststellen konnte: Diese Band hat ein ausgesprochen gutes Händchen für Melodien. Ausruhen scheint in Mannheim allerdings keine ernsthafte Option zu sein. Heute folgt mit „Bring mich um die Nacht“ bereits neue Musik.
Und die schlägt eine etwas andere Richtung ein. Wer bei NIKRA vor allem an die gesellschaftspolitische Dringlichkeit von Songs wie „Schieflage“ oder die Alternative-Rock-Wucht von „Bewegen“ denkt, bekommt diesmal die gefühlvollere Seite der Band präsentiert.
„Bring mich um die Nacht“ handelt von diesem seltenen Moment, in dem Nähe ausnahmsweise mal nicht kompliziert sein muss. Kein emotionaler Schleuderkurs, kein „Was sind wir eigentlich?“, kein vorsorgliches Hochziehen sämtlicher Schutzmauern. Stattdessen geht es um das Gefühl, bei einem Menschen angekommen zu sein und sich fallen lassen zu können, ohne parallel schon über den möglichen Aufprall nachzudenken.
Musikalisch rücken NIKRA dafür den Pop-Regler ein gutes Stück nach oben. Treibend, melodisch und trotzdem mit jener Energie versehen, die Annabelle Müller und ihre Band bereits auf „Über beide Ohren“ ausgezeichnet hat. Dass NIKRA keine Angst vor großen Melodien haben, war schon auf dem Debüt eine ihrer größten Stärken. „Bring mich um die Nacht“ führt diesen Gedanken nun ziemlich konsequent weiter.
Und der Titel passt gleich doppelt, denn allzu viel Schlaf dürfte für NIKRA in den kommenden Wochen ohnehin nicht drin sein. Im Oktober geht die Band auf eigene Headliner-Tour durch Deutschland. Zusätzlich stehen drei Shows als Support von MADSEN in Ulm, München und Wiesbaden auf dem Programm.
NIKRA – „Über beide Ohren“ Tour 2026
09.10. Lübeck, Blauer Engel
10.10. Hannover, Lux
15.10. Bremen, Tower
16.10. Münster, Sputnik
23.10. Göttingen, Nörgelbuff
24.10. Düsseldorf, Ratinger Hof
28.10. München, Milla
29.10. Dresden, Ostpol
30.10. Jena, Café Wagner
NIKRA – Support für MADSEN 2026
25.09. Ulm, Roxy (ausverkauft)
26.09. München, Tonhalle
14.11. Wiesbaden, Schlachthof
Fotocredit: Luca Vasi