Hi! Spencer schlagen mit ihrer neuen Single „Heimweh“ eine deutlich ruhigere Tonlage an – und treffen damit ziemlich genau den Nerv all jener, die ihre Vergangenheit irgendwo zwischen Zeltlager, Lagerfeuer und Taschenlampen-Disco verorten. Getragen von einer warmen Akustikgitarre und bewusst reduziertem Arrangement, ist „Heimweh“ ein Indie-Folk-Song, der mehr erzählt als er ausstellt: Kindheitserinnerungen, Sommerfreizeiten, Freundschaften auf Zeit, dieses Gefühl, dass ein paar Wochen im Jahr die eigene Welt bedeuten. Sänger Sven nennt „Heimweh“ den persönlichsten Song, den er je geschrieben hat – die Bilder darin stammen direkt aus seiner eigenen Jugend. Luftmatratzenlöcher, lange Sommerferien und Abschiede auf Zeit als größte Sorgen: Der Track funktioniert, weil er diese Momente weder verklärt noch ironisch bricht, sondern schlicht ernst nimmt.
Im Kontext des kommenden Albums setzt „Heimweh“ einen anderen Akzent als die zuvor veröffentlichten Singles „Unsere Jahre“, „An dem Tag, der niemals kam“ und „Gespenster“. Wo diese Songs eher die größere, kollektive Perspektive einnehmen, zieht „Heimweh“ die Kamera bewusst nah heran. Die Lagerfeuer-Atmosphäre, die Pedalnote aus Nostalgie und die intime Produktion machen den Song zu einer Art Ruhepol im bisherigen Vorfeld der Platte – und zu einem Hinweis darauf, dass Hi! Spencer keine Angst davor haben, ihre brachiale Energie zugunsten von Ehrlichkeit und Wärme herunterzufahren. Im Herbst geht die Band auf große Headline-Tour; wer „Heimweh“ bis dahin live hören will, darf sich auf jene Art Song freuen, bei der selbst in einem vollen Club kurz so etwas wie Stille einkehren kann.
HI! SPENCER – „immernie“ Tour 2026
30.10.2026 Hannover, Faust
31.10.2026 Dresden, Beatpol
01.11.2026 Berlin, Lido
06.11.2026 Münster, Sputnikhalle
07.11.2026 Köln, Kantine
12.11.2026 Frankfurt, Das Bett
13.11.2026 Stuttgart, Club Cann
14.11.2026 München, Backstage
26.11.2026 Bochum, Bahnhof Langendreer
27.11.2026 Hamburg, Fabrik
28.11.2026 Bremen, Tower
19.12.2026 Osnabrück, Botschaft (Release-Show & JAK)
Fotocredit: Frederic Hafner