Manche Bands veröffentlichen einfach neue Songs. Andere erschaffen sich nebenbei gleich ein komplettes Science-Fiction-Universum. Calva Louise gehören bekanntlich zur zweiten Kategorie und haben offenbar noch längst nicht genug von ihrer selbst erschaffenen Welt. Mit „La Promesa“ veröffentlicht das britische Trio seine erste neue Single seit dem im Juli 2025 erschienenen Album „Edge of the Abyss“. Der Song erscheint über Mascot Records, ist vollständig auf Spanisch gesungen und beschäftigt sich mit unsichtbaren Kräften, die unser Handeln beeinflussen. Dabei geht es vor allem um die Frage, wann aus Hoffnung und Antrieb plötzlich gefährliche Obsessionen werden.
Dass Calva Louise musikalisch und kulturell gerne Grenzen überschreiten, ist dabei nichts Neues. Sängerin und Gitarristin Jess Allanic stammt aus Venezuela, ihre Bandkollegen Alizon Taho und Ben Parker bringen französische beziehungsweise neuseeländische Wurzeln mit. Die Entscheidung, „La Promesa“ auf Spanisch zu singen, ist deshalb auch mehr als eine Rückbesinnung auf Allanics Muttersprache. Vielmehr möchte die Band unterschiedliche Einflüsse miteinander verbinden und gerade auch junge Menschen in Lateinamerika erreichen. Für den passenden klanglichen Feinschliff sorgte Jeff Dunne, der bereits mit Knocked Loose, We Came As Romans und Ice Nine Kills gearbeitet hat. Inhaltlich soll die neue Musik noch tiefer in die dunkleren und komplexeren Ecken des Calva-Louise-Kosmos vordringen.
Zeit, sich in diesem Universum gemütlich einzurichten, bleibt allerdings kaum. Nach einem ausgesprochen tourintensiven Jahr mit Auftritten an der Seite von Bloodywood, Stray From the Path und Vukovi sowie zahlreichen internationalen Festivals stehen bereits die nächsten Konzerte an. Vom 8. bis 11. Oktober begleiten Calva Louise Creeper auf deren UK-Tour, bevor eigene Headline-Shows in Frankreich (23.–28. Oktober) und Spanien (30. Oktober bis 1. November) folgen.
Fotocredit: Single-Cover / Artwork