New Orleans, Nashville und Berlin. Klingt zunächst nach einer etwas ungewöhnlichen Reiseroute, ergibt musikalisch aber offenbar eine ziemlich interessante Mischung. Das internationale Musikkollektiv manyhearts hat am 9. Oktober mit „SUGAR“ seine Debütsingle veröffentlicht und macht damit gleich deutlich, dass man sich hier eher ungern auf ein einzelnes Genre festlegen möchte. Stattdessen treffen dreckige Gitarrenriffs auf einen hypnotischen Groove, eine ordentliche Portion Rock’n’Roll und Melodien, die stellenweise an die großen Zeiten von T. Rex erinnern sollen. Inhaltlich geht es um Verlangen, Verführung und die Erkenntnis, dass die süßesten Versuchungen bekanntlich nicht immer die gesündesten sind.
Hinter manyhearts steckt allerdings weniger eine klassische Band als vielmehr ein stetig wachsendes Netzwerk von Musikern aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt. Für „SUGAR“ kamen unter anderem Schlagzeuger Tobias Humble (The Brian Jonestown Massacre, Tricky), Slide-Gitarrist Tycho Shea und Gitarrist Irakli Gabriel zusammen. Eine zentrale Rolle übernimmt außerdem Sänger, Bassist und Produzent Hywel John, der gemeinsam mit Jonny Zoum im Berliner Funkhaus an dem Song arbeitete. Das Ergebnis soll irgendwo zwischen Roots-Rock, psychedelischen Einflüssen und stadiontauglichem Refrain liegen. Eine Kombination, die zumindest auf dem Papier schon einmal ziemlich neugierig macht.
Und bei einer Single soll es nicht bleiben. „SUGAR“ ist lediglich der Auftakt zu einem deutlich größeren Vorhaben: Unter dem Titel „manyhearts plays The Trick“ soll zunächst ein Album erscheinen, das sich musikalisch und thematisch mit der Figur des Tricksters beschäftigt. Anschließend sind mit „manyhearts journey To The Goddess“ und „manyhearts and The Lone Man“ bereits zwei weitere Veröffentlichungen geplant, die sich zwischen elektronischem Gospel, Roots-Musik und allerlei mythologischen Ideen bewegen sollen. Offenbar haben sich manyhearts für die kommenden zwei Jahre einiges vorgenommen.
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