Sonderlich gestört wirken Spike*D und Nico Wendel eigentlich nicht, geil ist die Musik des DJ-Duos aber auf jeden Fall. Unter dem Namen „Gestört aber GeiL” versorgen die beiden die Clubszene fleißig mit süchtig machenden Deep-House-Klängen zum Feiern und Abtanzen. Das Konzept ist so einfach wie genial: Die DJs borgen sich ein bekanntes Lied, etwa Phil Collins’ „Another Day in Paradise”, oder schnappen sich einen bekannten Künstlerin, zum Beispiel LEA („Wohin willst du”) oder Adel Tawil („Vielleicht”), und unterlegen die entliehenen Pop-Harmonien mit House-Beats. Auf diese Weise entsteht etwas völlig Neues – und das kommt richtig gut an, wie die hohen Chartplatzierungen des selbstbetitelten Debütalbums und des Nachfolgers „#ZWEI” eindeutig belegen.
Die Geschichte von Gestört aber GeiL beginnt 2010 in Sangerhausen in Sachsen-Anhalt. Dort legen Marcel Stephan aka Spike*D und Nico Wendel in der Disco „My Ccools World” auf. Die Chemie stimmt und so treten die beiden Produzenten und DJs schon bald im Doppelpack in Erscheinung. Ein Auftritt beim Sputnik Springbreak Festival erweist sich als Startschuss für die darauffolgende steile Karriere. Das Label Kontor Records nimmt das Duo unter seine Fittiche. 2015 erscheint „Unter meiner Haut” – ein Elif-Cover, das die DJs gemeinsam mit Koby Funk und Wincent Weiss zu einem der Club-Hits des Jahres umfunktionieren. Platz #6 der Charts und die Goldprämierung der Single sprechen eine deutliche Sprache: Die Leute wollen mehr davon.
Dass dieser erste Streich nicht etwa ein Glückstreffer war, zeigt sich schon schon kurz darauf mit dem Erscheinen des Tracks „Ich & Du” (featuring Sebastian Hämer) sowie des schlicht „Gestört aber GeiL” betitelten Albums, das ohne Umwege auf Rang #2 der deutschen Albumcharts landet. Ob der Titel des Nachfolgers aus diesem Grund „#ZWEI” lautet? Das liegt zumindest nahe. Fest steht hingegen, dass auch auf diesem Output eingängige Melodien und Dance-Beats zu unwiderstehlichen Club-Hits verschmelzen, wie es etwa auf „Wohin willst du” oder „Millionen Farben” mit Voyce der Fall ist. Daran dass Spike*D und Nico es auch ganz ohne prominente Unterstützung draufhaben, lassen Songs wie „Be My Now” oder „Lieblingsarchitekt” zudem keine Zweifel.
Das Spannende an Gestört aber GeiL ist, dass man nie weiß, welchen Song sie als nächstes in ein neues Sound-Gewand hüllen werden. Von „Another Day in Paradise” bis „Hypa Hypa” von den Trancecore-Spaßmachern Eskimo Callboy, vom Klassiker bis zum brandneuen Track, von der Ballade bis zur Rocknummer, alles ist möglich. Egal, was die Jungs produzieren, es klingt einfach immer geil. Das gilt ganz besonders für die Live-Auftritte. Ob Open Air oder in der Halle – wenn Gestört aber GeiL auflegen, kann die Party nur gut werden. 2027 gehen Gestört Aber GeiL auf “ „Musik vom & für’s Herz“-Tour.
„Musik vom & für’s Herz“ Tour 2027
22.01.27 Nürnberg
29.01.27 Hannover
30.01.27 Münster
06.02.27 Magdeburg
12.02.27 Erfurt
13.02.27 Leipzig
19.02.27 Frankfurt a.M.
20.02.27 Köln
26.02.27 München
27.02.27 Stuttgart
05.03.27 Hamburg
Bildquelle: Gestört aber Geil by Kevin Randy Emmers