Gia Ford meldet sich mit „Shell“ zurück und zeigt einmal mehr, warum sie zu den spannendsten Singer-Songwriterinnen ihrer Generation zählt. Die in Sheffield lebende Künstlerin verbindet auf der neuen Single verschiedene Stile und Jahrzehnte, ohne je den eigenen Kern zu verlieren, und schärft damit weiter den Sound, der sie längst unverwechselbar macht.
„Shell“ entstand, wie Gia Ford selbst sagt, aus einem Moment des Sich-selbst-Aus-dem-Weg-Gehens. Der Song ist von Wintermelancholie geprägt und kreist um ein Gefühl des leeren Schattens, der sie ihr Leben lang begleitet hat. Als Bild denkt sie an Maria Wyeth aus Joan Didions „Play It As It Lays“. Klanglich setzt der Track auf ein an GoGo Penguin erinnerndes Schlagzeugspiel und tiefe, morbide Drones, die eher an spätere Scott-Walker-Platten denken lassen. Genau diese Mischung aus Abweichung und Kontrolle macht „Shell“ so eigen.
Die Single ist zugleich ein weiterer Vorbote von Gias zweitem Album „A Room Within A Room“, das am 18. September 2026 erscheint. Darauf will Ford bewusst das Gegenteil eines hyper-sauberen, optimierten Sounds schaffen. Stattdessen geht es ihr um echte Räume, hörbare Menschen und das Leben, das in einer Aufnahme mitschwingt. Fünf Singles – darunter „At Least For Now“, „I Guess My Time Has Come“, „How Do I Reply?“ und „God“ – haben diesen Weg bereits vorbereitet. „Shell“ fügt sich nun als besonders abgründiger und doch zugänglicher Baustein in dieses Bild ein.
Fotocredit: Melanie Lehmann