Man muss heutzutage wirklich dankbar sein für Bands wie SCHLUMA. Das Hamburger Quartett klingt so, als hätte man 90er-LoFi-Indie, noisy Emo, Diskursrock und Asselpunk einmal kräftig durcheinandergeschüttelt und dabei genau den Punkt getroffen, an dem Musik leicht und ungekünstelt wirkt. Dass diese Band vor allem für die Bühne gemacht ist, merkt man sofort.
Zusammengefunden hat sich SCHLUMA an der HAW in Hamburg. Ein verwechselter Dozent, ein Die-Nerven-Shirt und ein Gespräch über Musik reichten offenbar schon aus, damit Lenny, Peter, Pola und Linus zusammenfanden. 25 Jahre Altersunterschied und ziemlich unterschiedliche musikalische Sozialisationen haben sie dabei nicht abgehalten, genau die Band zu gründen, auf die sie Bock hatten. Ihre Haltung ist dabei erfreulich klar: nicht perfekt sein, aber trotzdem viel fühlen und es ernst meinen.
Mit „Kältewarnung“ veröffentlicht die Band heute die dritte Single aus ihrem Debütalbum „Heulen am Wasser“, das am 4. September 2026 bei Grand Hotel van Cleef erscheint. Der Song soll laut SCHLUMA klingen, als würden Anda Morts ein Lied von Echt spielen. Inhaltlich ist er eigentlich tieftraurig, weil er aus einer schwierigen Beziehungssituation entstanden ist. Umso besser, dass die Band das mit einem witzigen Video kontert, das sich an 90er-Musikclips wie „Big Me“ oder „Sabotage“ orientiert. SCHLUMA gehen damit nicht nur auf ihre erste Headline-Tour, sondern feiern das Album auch gleich mit dem „10.000 Leute Festival“ im Hamburger Indra.
schluma – Live 2026
14./15.08. Hamburg, Dockville Festival
04./05.09. Hamburg, 10.000 Leute Festival
16./19.09. Hamburg, Reeperbahn Festival
01.-03.10. AT – Wien, Waves Vienna
21.10. Langenberg, KGB
22.10. Oberhausen, Druckluft
23.10. Bremen, Tower Bar
24.10. Osnabrück, Westwerk
28.10. Berlin, Lark
05.11. Oldenburg, umBAUbar
06.11. Hannover, Perle
08.11. Köln, EDP
Fotocredit: Fred Eric Hafner