„Kein Bock“ ist die Hymne der digitalen Erschöpfung – ein wütender, selbstironischer Abriss über Wohlstandsverwahrlosung, performative Überreizung und die kollektive Unfähigkeit, bei laufender Weltkrise auch noch aufzuräumen.
Bluthund, Berlins lauteste Antwort auf die allgegenwärtige Zeitgeistmüdigkeit, verbinden dreckige Hardcore-Energie mit bissigem Rap zu dem, was sie selbst „Stromgitarrenwutrap“ nennen. Mit Montreal haben sie sich ein Punkrock-Feature ins Boot geholt, das den Track noch einmal auf ein neues Level hebt – zwei Bands im gemeinsamen Null-Bock-Modus.
Der Song wechselt mühelos zwischen Moshpit-Eskalation und dem vielleicht ehrlichsten Bekenntnis des Jahres: „Ich komm nicht aus’m Arsch.“ Lyrisch trifft die Kollaboration dabei den Nerv einer Generation, die irgendwo zwischen Social-Media-Angst, Klimaschuldbewusstsein und kompletter Antriebslosigkeit festhängt – ohne erhobenen Zeigefinger, sondern indem sie sich selbstironisch direkt mit einschließt.
Die erzählende Figur, die sich mehr über den blutbefleckten Schuh aufregt als über den Krieg, der ihn verursacht hat, ist dabei keine Karikatur, sondern ein Spiegelbild gesellschaftlicher Realität. Genau darin liegt die Stärke von „Kein Bock“: Der Song urteilt nicht von oben herab, sondern suhlt sich bewusst mitten im Chaos.
Und ja – wer beim Hören kurz an Machine Gun Kelly denkt, liegt nicht völlig daneben. Nur dass Bluthund auf Deutsch rappen, Montreal vermutlich deutlich mehr Bier trinken und sich beide Bands wahrscheinlich wesentlich weniger Gedanken um ihre Frisuren machen.
Passt in Playlists mit: Feine Sahne Fischfilet, Deichkind, K.I.Z, Lostboi Lino, Swiss + Die Andern.
Die SIngle findet ihr z.B. hier.
Wir vom Frontstage Magazine präsentieren euch die Tour in Zusammenarbeit mit der Bluthund
TOURDATES 2026:
01.10. – Wien
02.10. – Bruneck
03.10. – Aarau
08.10. – München
09.10. – Stuttgart
10.10. – Frankfurt
15.10. – Hamburg
16.10. – Berlin
17.10. – Leipzig
22.10. – Köln
23.10. – Essen
24.10. – Lingen
Fotocredit: Singlecover / Artwork