Als Gurriers im Jahr 2024 ihr Debütalbum „Come And See“ veröffentlichten, wurde die Band aus Dublin als neue Stimme in der florierenden irischen Punk-Szene wahrgenommen.
Die Band, die während der Pandemie gegründet wurde, hatte sich in den darauffolgenden Jahren mit den ursprünglichen Mitgliedern – Sänger Dan Hoff, den Gitarristen Ben O’Neill und Mark MacCormack sowie Schlagzeuger Pierce Callaghan – einen stetig wachsenden Ruf für knallharte, moshpit-taugliche Liveshows erarbeitet. „Come And See“ stellte zudem ihr lyrisches Können und ihre neugierige, gesellschaftlich forschende Perspektive in den Vordergrund. Neu dabei ist seit 2024 Bassist Charlie McCarthy.
In den Monaten nach der Veröffentlichung trat die Band u.a. bei Later with Jools Holland auf und es folgten Mainstage-Shows in den Woodsies- und Leftfield-Zelten beim Glastonbury Festival; sowie Arena-Supportshows in ihrer Heimatstadt mit Turnstile und mit Kneecap im Wembley-Stadion.
Heute kündigen Gurriers die Veröffentlichung ihres zweiten Albums „Nobody’s Coming To Save You“ für den 25. September auf Play It Again Sam an – es könnte aber ebenso gut den Untertitel „harder, better, faster, stronger“ tragen.
Aufgenommen in den Attica Studios in Donegal und den Holy Mountain Studios in London mit den Produzenten Mark Bowen von Idles und Loren Humphrey (Geese, Cameron Winter), zusammen mit Engineer Chris Fullard (Idles, Sunn O))) und dem weltbekannten Mixer John Congleton (St. Vincent, Modest Mouse, Swans), spricht das hochkarätige Team hinter LP2 bereits Bände. Hier nehmen Gurriers all die musikalische Chemie und die intelligente, hinterfragende Weltsicht, die sie bekannt gemacht haben und treiben sie auf das nächste Level.
„Ich hatte einfach das Gefühl, dass alles größer werden musste. Ich habe viele Interviews mit Butch Vig und verschiedenen Grunge-Bands gesehen, und sie sprachen von Schichten über Schichten von Gitarren; davon, dass Dinge riesig und dreidimensional wirken und dir direkt ins Gesicht schlagen sollen“, sagt O’Neill. „Diese Songs sind oft bombastisch und überlebensgroß, also musste die Produktion dazu passen.“
Sie waren eindeutig in guten Händen. „Wer versteht die Musik, die wir machen, besser als jemand von Idles – der Band, mit der wir wahrscheinlich am häufigsten verglichen werden?“, lacht Callaghan.
„Man schreibt Songs für die Umgebung, in der man sie hören wird. Als wir noch kleine Clubs mit 250 Leuten gespielt haben, machten wir eine verschwitzte Punkplatte“, sagt Callaghan über ihr Debüt. „Aber jetzt, wo wir größere Festivalbühnen spielen und Arenashows supporten, verändert das die Art, wie man Songs schreibt. Man denkt darüber nach, in welchem Umfeld diese Songs gehört werden und wie sie in diesem Raum funktionieren.“
Von der klappernden Spannung der ersten Momente des Titeltracks, die sich in ein kakophonisches, kathartisches Finale verwandeln, macht „Nobody’s Coming To Save You“ den Geist des verschwitzten Kellerclubs stadiongroß.
LIVE
18.11.26 CH-Bern – ISC
19.11.26 München – Strom
20.11.26 A-Wien – Flex Café
24.11.26 Berlin – Frannz Club
30.11.26 Hamburg – Betty
01.12.26 Köln – Club Bahnhof Ehrenfeld
Fotocredit: Steve Gullick