Mit ihrem aktuellen Album und der dazugehörigen „Wunder“-Tour zeigen Schmutzki, dass Punkrock nicht nur laut und energiegeladen sein kann, sondern auch voller Herz, Humor und ehrlicher Gedanken steckt. Die Band, die seit Jahren für verschwitzte Clubshows und eine enge Verbindung zu ihrem Publikum bekannt ist, blickt inzwischen selbst ein wenig staunend auf ihre Reise zurück. Dass sie heute noch immer durch das Land touren, Menschen zu ihren Konzerten kommen und gemeinsam für ein paar Stunden in die „wundersame Welt der Schmutzkis“ eintauchen, ist für die Band selbst fast schon ein kleines Wunder. Im Gespräch mit uns dem Frontstage Magazine sprechen Schmutzki über ihr neues Album, darüber, welcher Song den Kern der Band am besten trifft, wie eine fiktive Netflix-Serie über ihr Leben aussehen würde und warum gerade in schwierigen Zeiten Dinge wie Freude, Zusammenhalt und ein bisschen Selbstironie wichtiger sind als je zuvor.
Frontstage Magazine: Eure neue Tour heißt „Wunder“ – was war für euch persönlich in den letzten Jahren ein echtes Wunder: etwas, womit ihr selbst nie gerechnet hättet?
Schmutzki: Hui, schwierige Frage.VFB Pokalsieger vielleicht … 🙂 Länger zurückblickend vielleicht, ist es schon wunderbar oder vielleicht auch verwunderlich, dass wir mit Schmutzki im ganzen Land auf den Bühnen stehen dürfen, dass Leute immer noch zu uns auf die Konzerte kommen und sich für einen Moment in die wundersame Welt der Schmutzkis begeben und uns spiegeln, dass sie große Freude daran haben. Damit hätte ich früher nicht gerechnet und freu mich um so mehr, dass es so ist und die Reise noch eine Weile weitergeht.
Frontstage Magazine: Wenn ihr einem Menschen, der Schmutzki noch nie gehört hat, nur einen einzigen Song vom neuen Album vorspielen dürftet – welcher wäre es und warum genau der?
Schmutzki: Schmutzki Repariert. Glaube der trifft den Kern von Schmutzki am besten von den neuen Songs. Was brauchen wir in Zeiten wie diesen? Ne neue Karre, viel Kohle, neue Klamotten… ne, irgendwie nicht. Aber Freude und Nächstenliebe, damit wäre uns doch allen geholfen. Also, lasst uns die traurigen und wütenden Herzen reparieren!
Frontstage Magazine: Stellt euch vor, eure Band wäre kein Musikprojekt, sondern eine Netflix-Serie: Welches Genre wäre das – und wie würde die erste Staffel heißen?
Schmutzki: Es wäre schon was komödiantisches. Nicht so Hollywood glitzern sondern eher bisschen schwärzer.. vielleicht sowas wie Fargo, nicht ganz so brutal wahrscheinlich. Aber ähnlich tollpatschig und unberechenbar..:) Die erste Staffel würde heißen: Schmutzki – Geboren im Schmutz der Kolchose.
Frontstage Magazine: Auf Tour verbringt man extrem viel Zeit miteinander: Was ist die liebenswerteste Macke der jeweils anderen – und was die, die euch heimlich am meisten nervt?
Schmutzki: Das ist eine gute Frage für unsere erste Gruppentherapie. Diese steht aber noch aus. 🙂 Bis dahin versuchen wir uns zu vertragen, einen gemeinsamen Weg mit den gleichen Zielen zu finden und diesen mit möglichst viel Freude zu gehen. Das fällt nicht immer leicht, aber wir bleiben dran!!
Frontstage Magazine: Angenommen, ihr müsstet euer aktuelles Album in drei Emojis zusammenfassen – welche wären das und wieso?
Schmutzki: Durch die Synthies finde ich, dass der Sound recht glitzernd daher kommt. Also dann vielleicht so nen Sternchen. Dann ist es durchaus Tanzbar und gut gelaunt, also vielleicht der Feier-Emoji. Als dritter wäre naheliegend ein Bierchen.. vielleicht bisschen zu stumpf. Liebe spielt auch ne große Rolle auf der Platte, also vielleicht noch ein Herz..?Kann man finde ich bringen in Zeiten wie diesen.
Aktuell ist die Band auf Tour und ihr könnt sie noch hier live sehen:
12.03.26 Köln – Club Volta
13.03.26 Dortmund – FZW
14.03.26 Nürnberg – Hirsch
09.04.26 Wien – Flex
10.04.26 Graz – PPC
11.04.26 München – Backstage
17.04.26 Konstanz – Kulturladen
18.04.26 Stuttgart – LKA Longhorn
Fotocredit: Lukas Held