Am 18. Februar 2026 verwandelte sich das ausverkaufte Uebel & Gefährlich in einen brodelnden Bunker, als The Pretty Wild den Abend eröffneten. Das Schwesternduo startete mit „PARADOX“ und riss das Publikum sofort mit. Mit direkten Ansagen wie „How many of you heard of Pretty Wild before?“ und „Howdy, how Hamburg are you feeling tonight?“ suchten sie immer wieder die Nähe zur Menge, die lautstark reagierte – besonders als sie fragten: „How many ladies are here tonight?“

Musikalisch ging es düster und energiegeladen weiter mit Songs wie „OMENS“, „bLAcK oPs (m@n!a)“, „button eyes“, „living ded“, „zero.point.genesis“, „INFRARED“ und „vessüL (SiNGULAR!TY)“. Spätestens beim finalen „sLeepwALkeR“ bebte der gesamte Club. Ein kraftvoller Auftritt, der zeigte, dass diese Vorband längst bereit für größere Bühnen ist.

Als Sleep Theory die Bühne betreten, gibt es kein Halten mehr. Die Fans jubeln, die Menge tobt – und mit den ersten Takten von „Fallout“ wird klar, dass diese erste Deutschland-Headliner-Tour etwas Besonderes ist. Spätestens als der Sänger ruft: „When the chorus kicks in, I want everybody to jump – I wanna see everybody out there jumping!“, springt der komplette Saal im Takt. Die Menge klatscht, schreit jede Zeile mit und feiert die Band von der ersten Minute an.
Mit Songs wie „Enough“, „Parasite“ und „Hourglass“ liefern Sleep Theory eine druckvolle Mischung aus Härte und eingängigen Hooks. Viel geredet wird nicht – die Band konzentriert sich auf die Show, auf Energie, auf Wirkung. „Next one is for all the ladies in the room“, kündigt der Frontsänger an, bevor es emotionaler wird. Zeilen wie „I know I shouldn’t call you but it’s raining“ oder „You never let me go“ sorgen für Gänsehaut, während „Dance the Skies“ die Stimmung wieder nach oben treibt.

Ein besonderes Highlight: Der Sänger schnappt sich während eines Songs das Handy eines Fans, filmt sich selbst beim Singen und macht lachend Selfies – der Saal rastet aus. Auch die Cover-Versionen kommen bestens an: „Can You Stand the Rain“ von Boyz II Men, „Bye Bye Bye“ von NSYNC und später sogar „My Heart“ von Paramore sowie „Cruel Summer“ von Taylor Swift verwandeln das Konzert in eine einzige große Mitsing-Party.

Mit „Gravity“, „III“, „Paralyzed“, „It’s Over“, „Another Way“, „Words Are Worthless“, „Stuck in My Head“, „Numb“ und dem kraftvollen Abschluss „Static“ zeigen Sleep Theory eindrucksvoll, warum sie aktuell auf eigener Headliner-Tour sind. Ein Abend voller Energie, Nähe zu den Fans und einer Band, die lieber spielt als redet – und genau damit komplett überzeugt.
Bilder & Text: bephotogaphy.de