Mit “Sexistential“ veröffentlicht Robyn ein hyperzeitgewandtes Album und kehrt zu klar strukturierten Popsongs zurück. Das neunte Studioalbum erscheint am 27. März und umfasst neun prägnante, spielerische Titel.
Es entstand in einer Phase tiefgreifender persönlicher Veränderungen: nach dem Ende einer langjährigen Beziehung, an einem von Robyn beschriebenen “Nullpunkt“, an dem sie ihr Leben neu ausrichten musste. Sie entschied sich bewusst für eine Rolle als alleinerziehende Mutter und setzte sich intensiv mit Fragen von Sexualität, Nähe, Unabhängigkeit und Identität auseinander.
Die Arbeit an “Sexistential“ begann 2020 und wurde stark von der Pandemie geprägt. Aufgrund geschlossener Grenzen arbeitete Robyn ausschließlich mit langjährigen schwedischen Weggefährten zusammen. Produziert wurde das Album von Klas Åhlund, mit dem sie seit ihrem ersten Album “Robyn“ (2005) zusammenarbeitet. Ergänzt wird das Produktionsteam des Albums durch zwei Co-Writes mit Max Martin – die erste Zusammenarbeit der beiden seit “Body Talk“ (2010). Außerdem ist Joe Mount von Metronomy beteiligt.
Thematisch ist das Album stark von Robyns persönlicher Neuorientierung geprägt. Den Vorgänger “Honey“ verstand sie rückblickend nicht als Abkehr vom emotionalen Pop, sondern als eine Art Vorbereitung für “Sexistential“. Robyn beschreibt ihre Arbeitsweise und Haltung mit dem Begriff “tantrisch“ – als Verbindung von Kreativität, Sinnlichkeit, Beziehungen und Leben. Der zunächst scherzhaft gemeinte Albumtitel erwies sich für sie als treffende Klammer für diese Themen.
Fotocredit: Albumcover / Artwork