Mit einem Song mehr als zwei Milliarden Streams einzusammeln, dürfte zunächst nach einem ziemlich komfortablen Karrierebeginn klingen. Dass ein solcher Erfolg aber auch ordentlich Druck erzeugen kann, musste Rosa Linn in den vergangenen Jahren selbst erfahren. 2022 gelang der armenischen Singer-Songwriterin mit ihrem ESC-Beitrag „Snap“ der internationale Durchbruch, anschließend arbeitete sie unter anderem mit Gary Barlow, Sam Feldt, Galantis und R3HAB zusammen. Nach einer längeren Auszeit meldet sie sich nun mit „Music I Love“ zurück – und schlägt musikalisch eine etwas andere Richtung ein.
Statt dem nächsten „Snap“ hinterherzulaufen, soll die neue Single vor allem eines sein: Musik, die Rosa Linn selbst wieder gerne machen möchte. Nach einer schwierigen persönlichen Phase und einer Zeit, in der sie nach eigenen Aussagen auch das Vertrauen in ihr Songwriting verloren hatte, fand sie ohne größere Erwartungen zurück zum Schreiben. Gemeinsam mit Produzent Rick Nowels, der bereits mit Madonna, Lana Del Rey und Dua Lipa gearbeitet hat, sowie Songwriterin Madison Love entstand ein verträumter und melancholischer Indie-Pop-Song. Inhaltlich bleibt Rosa Linn allerdings einem alten Lieblingsthema treu: „Music I Love“ ist ein Liebeslied, in dem ein besonderer Mensch kurzerhand mit der eigenen Lieblingsmusik verglichen wird.
Gleichzeitig steckt im Titel damit eine zweite Bedeutung. „Auf einer anderen Ebene mache ich endlich die Musik, die ich wirklich machen will“, erklärt die mittlerweile in Los Angeles lebende Musikerin. „Music I Love“ ist seit dem 2. Oktober über Sony Music erhältlich und soll den Startschuss für den nächsten Abschnitt ihrer Karriere geben. Der könnte schon bald deutlich größer werden: Rosa Linn arbeitet derzeit an ihrem Debütalbum. Nach Milliarden Streams mit einer einzelnen Single wird es schließlich langsam Zeit für die erste Langstrecke.
Fotocredit: Amelie Siegmund