Mit einer bundesweiten Charity-Konzertreihe wollen Uncle M Music und zahlreiche Künstler*innen im Herbst 2026 auf die schwierige Situation selbstverwalteter Jugend- und Kulturzentren aufmerksam machen. Unter dem Motto „Alles beginnt im Zentrum“ verzichten die beteiligten Bands auf einen Großteil ihrer üblichen Gagen und spielen bewusst an Orten, die für viele von ihnen den Beginn ihrer musikalischen Laufbahn markieren. Die Erlöse kommen sowohl den jeweiligen Spielstätten als auch der gleichnamigen Kampagne der MONOM Stiftung zugute.
Selbstverwaltete Jugend- und Kulturzentren stehen seit Jahren unter wachsendem Druck. Steigende Betriebskosten, Kürzungen öffentlicher Fördergelder und Angriffe von rechts erschweren vielerorts den Erhalt dieser Einrichtungen. Da die Zentren überwiegend ehrenamtlich organisiert werden und nur über geringe finanzielle Rücklagen verfügen, können bereits unerwartete Ausgaben ihre Existenz gefährden.
Dabei sind genau diese Orte für die Musikszene von zentraler Bedeutung. Zahlreiche Bands, die heute auf großen Festivalbühnen oder in ausverkauften Clubs spielen, sammelten ihre ersten Live-Erfahrungen in autonomen Jugend- und Kulturzentren. Gleichzeitig sind diese Einrichtungen weit mehr als Konzertlocations: Sie schaffen Räume für kulturelle Vielfalt, Begegnung, gesellschaftliches Engagement und unabhängige Subkultur.
Unterstützt wird die Konzertreihe von mehr als 15 Bands aus dem Umfeld von Uncle M Music sowie weiteren Künstler*innen.
Carla Riese von der MONOM Stiftung betont die Bedeutung der Initiative: „Wo sollen die Bands von morgen spielen, wenn die Bühnen von heute verschwinden? Selbstverwaltete Jugend- und Kulturzentren sind unverzichtbare Orte für (Sub-)Kultur, solidarische Begegnungen und emanzipatorisches Engagement.“
Auch Mirko Gläser von Uncle M Music unterstreicht die persönliche Verbundenheit vieler Künstler*innen mit diesen Orten: Zahlreiche Bands des Labels hätten ihre ersten Konzerte in genau diesen Zentren gespielt. Mit der Soli-Konzertreihe solle deshalb nicht nur finanzielle Unterstützung geleistet, sondern auch die Bedeutung dieser Einrichtungen für die Zukunft der unabhängigen Musik- und Kulturszene sichtbar gemacht werden.
Tourtermine der Soli-Konzertreihe
- 18.09.2026 – Wiesloch, R’n’P (The Feelgood McLouds)
- 01.10.2026 – Neustadt an der Weinstraße, Jugendzentrum Neustadt (Friends Don’t Lie, Nevver)
- 09.10.2026 – Regen, Oberstübchen (Fourcitycolony, Empty Homes)
- 23.10.2026 – Würzburg, B-Hof (Rafiki, Nevver, blümerant.)
- 24.10.2026 – Saarbrücken, Nilles (Lumbematz)
- 29.10.2026 – Bremen, Eisen (Von Grambusch)
- 30.10.2026 – Koblenz, HoT (Flaster, Keine Freunde)
- 06.11.2026 – Bad Dürkheim, JuKiB (King Nugget Gang, Gouge, Vaele)
- 06.11.2026 – Igersheim, J.U.K.I. (Flieder, Samesie)
- 07.11.2026 – Halle (Saale), Rockpool (100 Kilo Herz, Alles Karo)
- 07.11.2026 – Penzberg, Jugendzentrum (Drøver, Served Cold, Scattered Mind)
- 07.11.2026 – Mülheim an der Ruhr, AZ (Desolat, Anna Grob, Müde)
- 13.11.2026 – Rendsburg, Kulturschlachterei (Hey Julis!)
- 14.11.2026 – Hildesheim, KuFa (Blaufuchs)
- 21.11.2026 – Wermelskirchen, AJZ (Angry Youth Elite, The Daisies, Fresse)
Weitere Informationen sowie Tickets zu den einzelnen Konzerten sind auf der Website der Initiative erhältlich.
Fotocredit: Offizielle Grafik