Die französische Punkband The Dead Krazukies meldet sich mit einem neuen Studioalbum zurück: Cipher ist das mittlerweile vierte Full-Length der Formation und verspricht die bislang intensivste und persönlichste Veröffentlichung ihrer Karriere zu werden.
Soundtechnisch bewegt sich Cipher zwischen melodischem Punk und metallischen Einflüssen – ein druckvoller Mix aus Wut und Reflexion. Für den finalen Schliff holte sich die Band namhafte Unterstützung: Gemischt wurde das Album von Christian Carvin, während Jason Livermore das Mastering übernahm. Das Ergebnis: ein Sound, der härter, schneller und emotional aufgeladener wirkt als je zuvor.
In den vergangenen Jahren konnten sich The Dead Krazukies zudem als feste Größe in der europäischen Punk-Szene etablieren – nicht zuletzt durch Shows mit Bands wie Pennywise, NOFX und Bad Religion sowie Auftritte beim renommierten Hellfest.
Mit „1997“ gibt es nun einen ersten Vorgeschmack auf das neue Material. Der Track ist ein energiegeladener Punkrock-Flashback und zugleich eine emotionale Zeitkapsel. Zwischen schnellen Riffs, treibenden Drums und eingängigen Hooks beschwört der Song die Unbeschwertheit der späten 90er-Jahre herauf – geprägt von Skatekultur, DIY-Shows in Kellern und jugendlicher Unverwundbarkeit.
Doch unter der Oberfläche schwingt Melancholie mit: „1997“ erzählt von der Erkenntnis, dass diese scheinbar endlose Zeit längst vergangen ist. Es ist genau jener Moment, in dem Nostalgie einsetzt – verbunden mit dem Wunsch, dem jüngeren Ich zuzurufen, die Augenblicke länger festzuhalten. Musikalisch vereint der Song rohe Energie mit emotionaler Tiefe und dürfte vor allem Fans von Bands wie Sum 41, Rise Against und Pennywise ansprechen.
The Dead Krazukies wurden 2010 im südfranzösischen Hossegor gegründet und sind tief in der Skate- und Surfkultur verwurzelt. Was einst als Coverband begann, entwickelte sich schnell zu einem eigenständigen Projekt mit wachsender Fanbase. Spätestens mit Alben wie Icarus (2020) und From the Underworld (2023) machten sie sich einen Namen in der europäischen Szene.
Foto: Alberto Scattolin