Mit ihrem Debütalbum“SILHOUETTEN“ legen rosmarin ein Werk vor, das sich weniger als klassische Sammlung einzelner Songs versteht, sondern vielmehr als zusammenhängende Momentaufnahme eines inneren Prozesses.
„SILHOUETTEN“ wirkt wie ein musikalisches Tagebuch über Veränderung, Selbstwahrnehmung und die fragile Balance zwischen Nähe und Eigenständigkeit. Dabei entsteht eine Atmosphäre, die gleichzeitig warm und melancholisch wirkt — ein Sound, der Raum lässt für Reflexion, ohne dabei in Stillstand zu verfallen.
Zwischen organischen Instrumenten, subtil eingesetzten elektronischen Elementen und einem bewusst reduzierten Arrangement entfaltet „SILHOUETTEN“ eine ruhige, aber konstante Dynamik. Die Songs greifen ineinander wie Kapitel einer fortlaufenden Erzählung über Identität im Wandel. Jazzige Harmonien, Synthpop-Texturen und minimalistische Piano-Passagen verschmelzen zu einem Klangbild, das zeitlos wirkt, ohne nostalgisch zu sein. Statt klarer musikalischer Grenzen entsteht ein fließender Stil, der Emotionen in den Vordergrund stellt.
Inhaltlich kreist das Album um Selbstbilder, Projektionen und die Suche nach Orientierung im eigenen Leben. „SILHOUETTEN“ beschreibt Zustände des Übergangs — Momente, in denen das eigene Ich unscharf wird, sich neu zusammensetzt und schließlich wieder Konturen gewinnt. Diese thematische Klammer verleiht dem Album eine spürbare Geschlossenheit und Tiefe. rosmarin gelingt es, persönliche Unsicherheiten und universelle Erfahrungen miteinander zu verbinden, ohne pathetisch zu wirken.
Gerade diese Zurückhaltung macht das Album eindringlich. „SILHOUETTEN“ lebt von Zwischentönen, von leisen Spannungen und von einer emotionalen Ehrlichkeit, die sich nicht aufdrängt. Die Musik wirkt wie ein Spiegel innerer Prozesse — ruhig, beweglich und gleichzeitig voller Bedeutung. rosmarin schaffen damit ein Debüt, das weniger auf große Gesten setzt als auf Atmosphäre, Entwicklung und Authentizität. Ein Album, das sich mit jeder Begegnung ein Stück weiter entfaltet.
rosmarin – Tour 2026
20.02. Hannover, Kulturzentrum Faust
21.02. Oberhausen, Gdanska
22.02. Köln, Gebäude 9
23.02. Saarbrücken, Garage
01.03. Wiesbaden, Kesselhaus
03.03. Rostock, Peter-Weiss-Haus
04.03. Bremen, Tower
05.03. Hamburg, Bahnhof Pauli
06.03. Berlin, Frannz Club
08.03. Erlangen, Kulturzentrum E-Werk
09.03. Ulm, Roxy Cafébar
10.03. Stuttgart, Im Wizemann (Studio)
11.03. München, STROM
12.03. Heidelberg, Karlstorbahnhof
14.03. CH – Basel, Gannet
15.03. CH – Zürich, EXIL
16.03. AT – Linz, Posthof
17.03. AT – Salzburg, Rockhouse
18.03. AT – Wien, B72
Fotocredit: Paul Strassner