Angel Du$t präsentieren mit ihrem neuen Album “Cold 2 The Touch“ ein kraftvolles und zugleich experimentierfreudiges Werk. Statt sich an feste Regeln oder Genregrenzen zu halten, setzt die Band konsequent auf kreative Freiheit und die gemeinsame Leidenschaft für Musik. Inhaltlich bewegt sich das Album zwischen den großen Themen Leben und Tod und betont die Wichtigkeit, sich selbst treu zu bleiben. Diese spürbare Authentizität zieht sich durch jeden einzelnen Song und macht “Cold 2 The Touch“, das am 13.02.2026 erscheint, zu einem emotional ehrlichen und intensiv mitreißenden Hörerlebnis.
Das Album startet mit voller Wucht und gibt sofort einen klaren Stempel ab, wofür Angel Du$t steht: Hardcore, aggressiven Rock’n’Roll und melodische Elemente verschmelzen hier zu einer eigenständigen Klangwelt. Der Opener „Pain Is A Must“ zeigt die Kombination aus aggressiven Riffs und eingängigen Hooks, unterstützt durch Scott Vogels Gastvocals, die die Message vom Opferbringen für das, was man liebt, eindrucksvoll unterstreichen.
Ab dem vierten Song wird das Klangbild etwas grooviger und melodischer, ohne an Energie einzubüßen. Songs wie „Jesus Head“ oder „Nothing I Can’t Kill“ zeigen diese schöne Balance, in der melodische Passagen und hardcore-lastige Ausbrüche sich abwechseln, was dem Album eine tolle Dynamik verleiht. Gerade diese Wechsel machen für mich den besonderen Hörspaß aus. Es ist keine Dauer-High-Energy-Granate, sondern ein durchdachtes Zusammenspiel von Härte und Ruhe.
Für neue Zuhörer sei zudem erwähnt, dass einige Stücke stilistisch an die populäre Hardcore-Band Turnstile erinnern, die es bereits auch beim Mainstream-Publikum weit gebracht hat. Nicht überraschend, denn Brendan Yates von Turnstile spielte zusammen mit Justice Tripp zu Beginn bei Trapped Under Ice, einem Zusammenhang, der die Verwandtschaft der Sounds erklärt.
Die musikalische Qualität steht außer Frage: Beißende Gitarrensoli, erderschütternde Breakdowns und unerwartete Blastbeats sorgen dafür, dass man beim Hören nie stillsitzen kann. Die Produktion von Brian McTernan, einem echten Veteranen, der schon viele Hardcore-Klassiker geprägt hat, verleiht dem Album den nötigen Punch und gleichzeitig genügend Raum, damit die einzelnen Instrumente ihre Wirkung entfalten.
Was das Songwriting angeht, überzeugt Angel Du$t mit einer gesunden Mischung aus roher Energie und emotionaler Tiefe. Tripp thematisiert existentielle Fragen, das Bewusstsein über Vergänglichkeit und die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt, ohne dabei zu schwer zu wirken. Es steckt eine lebensbejahende Haltung dahinter, die er durch kompromissloses Authentisch-Sein unterstreicht. Besonders das Lied „Du$t“, das erst ruhig und fast melancholisch startet, überrascht im letzten Teil. Meiner Meinung nach fasst dieser Song die Aussage des Albums sehr gut zusammen: Nicht nur musikalisch mit dem freien Experimentieren, sondern auch inhaltlich, dass das Leben vergänglich ist und wir mit diesem Wissen jeden Moment umso mehr nutzen sollten, um die Schönheit des Lebens zu genießen und zu schätzen.
Was das Album besonders macht, ist die neue Bandformation mit Drummer Nick Lewis, der das erste Mal in einem professionellen Studio aufgenommen hat, und Gitarrist Jim Carroll, der mit viel Erfahrung aus legendären Hardcore-Bands das Album bereichert. Dieser Mix aus frischen und erfahrenen Perspektiven macht “Cold 2 The Touch“ zum bisher kollaborativsten Werk von Angel Du$t.
Für mich ist “Cold 2 The Touch“ ein starkes Statement, das Angel Du$t als eine Band zeigt, die sich zwar der Hardcore-Tradition verpflichtet fühlt, dabei aber keine Angst vor Weiterentwicklung und melodischen Experimenten hat. Es ist ein Album, das live mit Sicherheit extrem viel Spaß machen wird. Songs wie „The Beat“, „Downfall“ und natürlich der Titeltrack laden zum Ausrasten ein.
Wer auf Hardcore mit Herz und Verstand steht, sollte Angel Du$t unbedingt auf dem Radar haben. “Cold 2 The Touch“ist ein kraftvolles, abwechslungsreiches und emotional ehrliches Album, das sowohl alte Fans zufriedenstellen als auch neue Hörer begeistern kann.
Fotocredit: Angel Dust by Jack Tripper from Starkult