Zuletzt standen Architects als Support für Linkin Park auf ihrer From Zero Tour in Berlin auf der Bühne. Dort gaben sie das Versprechen ab, dass Fans nicht lange auf eine eigene Headline Show warten müssten und ihr Wort haben sie gehalten. Gestern Abend war es soweit und Architects waren zurück in Berlin, mit starkem Support von President und Landmvrks.
Bereits zur ersten Vorband war die Halle gefüllt, kaum jemand wollte President verpassen. Die mysteriöse, maskierte Band hat in kürzester Zeit einen extremen Hype erfahren. Um 19 Uhr erklang ein dröhnender Ton. President waren noch nicht mal auf der Bühne, aber forderten direkt die Aufmerksamkeit des Publikums ein. Nach und nach kam die Band raus, als endlich auch “der Präsident” erschien und sich hinter sein Pult begab, ging es direkt mit voller Power los. Eröffnet wurde mit “Fearless”, gefolgt von “Dionysus” und “Rage”. Live waren die Songs roh und voller Kraft. Die Menge hing gefühlt an jedem Wort und wendete den Blick kaum von der Band ab. Obwohl die Energie im Raum unglaublich stark war, entstanden keine Mosh Pits, fast als ob das Publikum auf die Anweisung vom Präsidenten wartete. Es folgten noch “Conclace”, “Destroy Me” und “In the Name of the Father”. Der Präsident stellte sich noch einmal wortlos vor das Publikum, riss die Hände in die Luft und forderte den verdienten Applaus ein. Ohne ein Wort gesprochen zu haben, verließ die Band wieder die Bühne.
Landmvrks eröffnete ihr Set mit “Creature”, eine Eröffnung, mit der Sänger Flo Salfati sein Talent direkt zu Beginn demonstrierte. Fließend ging er über von französischem Rap zu englischen Screams. Landmvrks entfesselten eine geballte Power und die Menge ging direkt mit. Es folgten “Death”, “A Line in the Dust” und “Sulfur” und das Publikum ließ alle bisher aufgestaute Energie raus. Mosh Pits öffneten sich ab dem ersten Song und ließen über das restliche Set nicht nach. Neben weiteren Songs vom neuen Album wie “La Valse Du Temps”, folgten auch “Lost in a Wave” und “Rainfall”. Die Band kombiniert immer wieder Rap- und Hip Hop-Elemente mit Metal-Sound, perfekt demonstriert mit dem nächsten Song “Blood Red”. Abgerundet wurde das Set durch “Self-Made Black Hole”. Landmvrks lieferten eine kraftvolle Show ab, genau wie man es von ihnen erwartet hatte.
Um 21 Uhr war es endlich soweit und Architects eröffneten ihre Show mit “Elegy”, dramatisch und intensiv. Ohne Pause folgte „Whiplash“ explosiv und geprägt von roher Kraft. Die Menge stand der Band hier jedoch in keinem Punkt nach. Die Energie im Raum war deutlich zu spüren. Auch bei weiteren Songs wie “when we were young”, “Black Lungs” und “Curse”, bleibt das Publikum durchgehend in Bewegung. Für “Brain Dead” kam Flo Salfati von Landmvrks auf die Bühne und heizte zusammen mit Sam Carter der Menge nochmal richtig ein.
Durch ihr komplettes Set zog sich durchgehend die Dankbarkeit der Band gegenüber dem Publikum. Dies war bisher ihre größte Headliner Show in Berlin und das ließ die Band auch nicht kalt. Sie bekundeten ihre Wertschätzung und Dankbarkeit deutlich, bevor es mit “Meteor” in den melancholischen Teil des Abends überging. Es folgte “Everything Ends”, den die Band ihren Fans widmete, mit den Worten von Sam Carter: ”Wherever we are in Germany, we are always made to feel so at fucking home and I can’t thank you enough”. Handylichter erleuchteten die Halle für einen besonderen Moment zwischen Künstler und Fans.
Anschließend wurde das Feuer nochmal richtig hochgefahren für die letzten vier Songs: “Doomsday”, “Blackhole”, “Seeing Red” und “Animals”. Die Menge gab die Leidenschaft genauso zurück, bei “Blackhole” musste jedoch erstmal nachgeholfen werden, das Pit war dem Frontman nicht groß genug. “I thought we were in Germany, motherfuckers! It’s the home of Metal!” Das wollte sich definitiv niemand zweimal sagen lassen und für die Zugabe wurde nochmal entsprechend alles gegeben.
Die vollständige Galerie des Abends gibt es HIER
Architects zeigten in Berlin, mit was sie sich Shows in dieser Größe erarbeitet haben: eine perfekte Balance zwischen Melancholie, geballtem Sound und Wertschätzung für Fans und die Szene. Tosender Applaus beendet den Abend voller Highlights, starken Vorbands und intensiver Energie.
Fotocredit: Nicole Wichmann

