Mit seiner neuen Single „Einfach sein“ zeigt sich JAS einmal mehr als feinfühliger Geschichtenerzähler zwischen Alltagspoesie und emotionaler Tiefe. Im Gespräch mit uns dem Frontstage Magazine erzählt er von den kleinen Momenten, die große Gefühle auslösen, der Entstehung einer neuen EP „Erinnerst du dich“ (VÖ: 5. September) – und davon, wie das Songwriting zum persönlichen Selbstgespräch wurde.
Frontstage Magazine: „Einfach sein“ klingt zunächst nach Leichtigkeit – gleichzeitig schwingt in dem Song auch ein gewisser Abschied mit. War dir diese doppelte Bedeutung von Anfang an wichtig oder hat sich das erst im Schreibprozess ergeben?
JAS: Ich bin großer Fan von Texten mit einer gewissen Doppeldeutigkeit und melancholischer Tiefe. Das ist mir grundsätzlich sehr wichtig. Bei “Einfach sein” hingegen war es tatsächlich ein kleiner Zufall und ist mir erst danach aufgefallen 🙂
Frontstage Magazine: Du beschreibst sehr bildhaft alltägliche Momente – wie etwa eine stille Autofahrt oder zwei Menschen im Park. Wie findest du diese Szenen, die so viele auf ihre eigene Weise nachempfinden können?
JAS: Ich suche oft nach Momenten und Situationen, in den ich selbst war oder die für mich das Gefühl, welches ich ausdrücken will, am besten beschreiben. Das macht es für mich selbst viel nahbarer und ich kann mein Gefühl besser ausdrücken, wenn ich weiß, in welcher Situation ich mich befinde.
Frontstage Magazine: In deinen Songs geht es oft um das Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz, zwischen Hoffnung und Zweifel. Was hat dich diesmal beim Schreiben emotional besonders bewegt?
JAS: Ich habe in den letzten zwei Jahren sehr viel über mich gelernt. Wie komme ich auch alleine in der Großstadt klar? Wie gehe ich mit Emotionen um? Was macht mich verletzlich? Ich bin, vielleicht auch durch die Musik, deutlich nachdenklicher geworden und hatte das Bedürfnis, mein Erlebtes aufzuschreiben. Sowohl zwischenmenschlich als auch in meinem Kopf. Ich will mich daran erinnern. Meine nächste EP ist für mich daher wie ein Selbstgespräch mit mir selbst, aber auch mit meinem Umfeld.
Frontstage Magazine: Mit „Einfach sein“ gibst du auch einen weiteren Vorgeschmack auf deine neue EP „Erinnerst du dich“, die am 5. September erscheint. Was dürfen wir von der EP erwarten – musikalisch und thematisch?
JAS: Die nächste EP ist abwechslungsreicher und experimenteller. Ich wollte viel ausprobieren. Es sind Balladen drauf, ein rockiger Song aber auch eher folkige Stücke wie “Einfach sein”. In den Songs geht es um Leichtigkeit, aber auch Schwere, um traurige Situation und das Hinterfragen seines selbst. “Erinnerst du dich” ist für mich eine Sammlung an Situationen und Emotionen, an die ich mich erinnern will. Es wie ein kleines Tagebuch für mich, das will ich ab dem 05.09. gerne mit allen teilen 🙂 Vielleicht kann der*die ein oder andere ja relaten!
Fotocredit: Oskar Dombrowsky