Der walisische Gitarrist Phil Campbell, früheres Mitglied der Band Motörhead, ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Seine Band „Phil Campbell and the Bastard Sons“ gab die Nachricht in den sozialen Medien bekannt. Demnach verstarb Philip Anthony „Wizzö“ Campbell in der Nacht friedlich nach einem langen und mutigen Kampf auf der Intensivstation. Zuvor hatte er sich einer komplexen, großen Operation unterziehen müssen.
In dem Statement beschreibt die Band Campbell als hingebungsvollen Ehemann, liebevollen Vater und stolzen Großvater, der von seinen Enkeln „Bampi“ genannt wurde. Er sei von allen, die ihn kannten, geschätzt worden und werde schmerzlich vermisst werden. Gleichzeitig betonte die Familie, dass seine Musik und die Erinnerungen, die er mit vielen Menschen geteilt habe, weiterleben würden. Zudem bat sie darum, ihre Privatsphäre in dieser schweren Zeit zu respektieren.
Bereits einige Wochen zuvor hatte es Hinweise auf gesundheitliche Probleme gegeben. Die Band Phil Campbell and the Bastard Sons hatte Mitte Februar angekündigt, mehrere geplante Konzerte absagen zu müssen. Campbell habe auf ärztlichen Rat hin pausieren müssen, weshalb sämtliche Auftritte zwischen März und Mai gestrichen wurden. Die Gruppe entschuldigte sich damals bei ihren Fans für mögliche Unannehmlichkeiten, betonte jedoch, dass Campbells Gesundheit oberste Priorität habe.
Von den Absagen betroffen waren unter anderem Konzerte in australischen Städten wie Brisbane, Sydney, Melbourne, Adelaide und Perth sowie mehrere europäische Termine, darunter Auftritte in Remchingen, Kopervik, Tolmin und Oberscheidweiler. Auch einige Festivalauftritte im Sommer – etwa beim Festival Holledau in Mainburg, beim Rock The Forest in Rengsdorf und beim Bobfest in Mönchengladbach – standen auf dem Plan.
Campbell war vor allem durch seine langjährige Tätigkeit bei Motörhead bekannt geworden. Zusammen mit Sänger und Bassist Lemmy Kilmister prägte er über Jahrzehnte den Sound der legendären Metal-Band. Nach dem Tod von Lemmy im Jahr 2015 ist von der damaligen Motörhead-Besetzung nur noch Schlagzeuger Mikkey Dee am Leben, der heute bei den Scorpions spielt.
Fotocredit: Kevin Randy Emmers