Mit ihrer neuen Tour „wenn ich groß bin, will ich alles haben außer Angst“ startet AKRYL in die nächste Phase ihrer künstlerischen Reise. Die junge Musiker*in hat sich in den letzten Jahren mit über 50 Konzerten eine treue Fangemeinde erspielt – durch ehrliche Texte, poetisches Storytelling und eine beeindruckende Bühnenpräsenz, die gleichermaßen Stärke und Verletzlichkeit ausstrahlt. Im Gespräch mit uns dem Frontstage Magazine spricht AKRYL über die Bedeutung des Tourtitels, den Prozess hinter ihrem Songwriting, die Kraft der Verletzlichkeit auf der Bühne und darüber, was die Fans bei ihrer ersten eigenen Headliner-Tour erwartet.
Frontstage Magazine: Deine Tour trägt den Titel „wenn ich groß bin, will ich alles haben außer Angst“ – ein sehr persönlicher Satz. Was bedeutet der Titel für dich und inwiefern spiegelt er deinen aktuellen Lebensabschnitt wider?
Akryl: Es ist eine Erweiterung von dem EP-Titel „wenn ich groß bin, will ich alles werden außer alt“ und widerspiegelt sehr meine momentane Gedanken- und Gefühlswelt. Ich war schon seit ich ein Kind war ein emotional eher ängstlicher Mensch und eine meiner größten Ängste ist das älter werden. In den letzten zwei Jahren hab ich mich sehr intensiv damit beschäftigt und hab versucht diesen ganzen Gefühlen auf den Grund zu gehen, weil das eine Angst ist, die ich auch unbedingt irgendwann ablegen möchte.
Frontstage Magazine: Du hast schon früh angefangen, Songs zu schreiben – erst als Ventil, heute als künstlerisches Statement. Wie hat sich dein Songwriting entwickelt, und worauf legst du heute besonderen Wert?
Akryl: Mein Songwriting ist bisschen konkreter geworden. Ich hab früher noch viel „blumiger“ geschrieben und hatte Angst davor, konkrete Situationen beim Namen zu benennen. Woran das lag weiss ich nicht, aber dadurch waren meine Songtexte von der Sprache her zwar poetischer als heute, aber es war oft schwierig zu verstehen, worum es genau in dem Text geht. Daran versuch ich konstant zu arbeiten.
Frontstage Magazine: Deine Texte sind emotional und ehrlich, gleichzeitig stehst du mit viel Präsenz auf der Bühne. Wie verwandelst du diese Verletzlichkeit in Stärke beim Live-Performen?
Akryl:Ich finde, die Bühne ist so ein schöner Ort, weil ich mich da immer gross fühle, selbst wenn ich über Trauer singe oder über Verletzlichkeit. Verletzlichkeit ist ein Gefühl, was ich im Alltag gar nicht so angenehm finde, weil es mich klein fühlen lässt. Aber auf der Bühne ist alles erlaubt & da kann ich fühlen was ich will und dabei tanzen und meinen Frust rausschreien, und es ist einfach okay. Das hat was so Befreiendes.
Frontstage Magazine: Du hast in den letzten Jahren über 50 Konzerte gespielt. Was erwartest du von deiner ersten eigenen Headliner-Tour – und was können die Fans bei diesen Shows besonders erwarten?
Akryl: Oh ich hoffe, dass die Abende was Knisterndes und leicht magisches haben. Das Gefühl, was man auch hat, wenn man z.Bsp im Theater sitzt und die Vorhänge gleich hochgezogen werden. Wir spielen einige neue Songs. Und manche davon sind sehr tanzbar und andere gehen mir sehr nah. Ich hoffe, dass sich alle abgeholt und gesehen fühlen und alle Bock haben mitzutanzen und zu mitsingen und zu mitfühlen.
AKRYL “wenn ich groß bin, will ich alles haben ausser Angst“ – Tour 2025
19.11.25 // (DE) KÖLN / Garagen
20.11.25 // (DE) BERLIN / Lark
06.12.25 // (CH) St. Gallen / Palace
Fotocredit: Tobias Weinhold