In „Seltsame Welt“ trifft folkloristische Melodie auf bittersüße Protestpoesie – ein traurig-schönes Lied gegen Resignation, entstanden für den Kinofilm „3 1/2 Stunden“. Gemeinsam mit Feature-Artist SOFFIE bringt Alli eine neue Tiefe in den Song, der ursprünglich auf Polnisch, der Sprache ihrer Mutter, entstand.
Resignation ist keine Option: „Doch die Welt ist viel zu krank, als dass ich sie lieben kann“, singt Alli Neumann mit einer Stimme, die von einem anderen Ort zu kommen scheint. Und tatsächlich hat die Musikerin „Seltsame Welt“ erst auf Polnisch getextet – in der Sprache ihrer Mutter, die ihr einen anderen Zugang zu ihrer Stimme verschafft, der nun auch in der Übersetzung hörbar wird. „Seltsame Welt“ ist ein Protestlied, das zugleich Trost spendet. Alli schrieb es für den Film „3,1/2 Stunden“, in dem sie die Sängerin einer systemkritischen DDR-Band spielt.
Mit seiner folkloristischen Melodie überträgt sich der darin mitschwingende Weltschmerz ganz unmittelbar. Die eigene Ungläubigkeit gegenüber der grausamen Realität, wie sie einem so oft erscheint, verbindet sich mit den Zeilen des Songs – dieses Gefühl, die Welt nicht ganz zu verstehen oder besser: keinen richtigen Sinn in ihr zu finden, weil sie so kaputt ist.
Auf „ROQUESTAR“ landet Alli Neumann metaphorisch als funkelnder Stern auf hartem Asphalt. Inspiriert von David Bowies „Ziggy Stardust“, irgendwo zwischen Auffallen und Anpassung, zwischen Alien und Rockstar. 12 neue Songs changieren zwischen Sehnsucht nach Anerkennung, Selbstzweifel, Trotz und der großen Frage: Wie sehr brauchen wir die Liebe von außen, obwohl sie uns so oft verletzt?
„Sie erzählen vom Willen, geliebt zu werden“, sagt Alli – mal zart, mal bissig. In der bereits veröffentlichten Single „Vom anderen Stern“ zeichnet sie zu Funk eine eskapistische neue Liebe („Baby, lass dich fallen, um fliegen zu lernen“), in der Grunge-Ballade „Nie wieder verlieren“ geht es um die schmerzhafte Auflösung eigener Grenzen für andere. Produziert gemeinsam mit der Berliner Produzentin NOVAA, verschmelzen Fagott und Cembalo mit krautigem Synthie-Pop und barocken Fragmenten. Ein mutiges, eigenständiges Soundbild, das sich von Gewohntem löst.
Mit „ROQUESTAR“ gelingt Alli Neumann das Kunststück, zwischen laut und leise, Protest und Poesie, Pop und Positionierung zu strahlen. Manchmal hell, manchmal gedimmt – aber leuchten tut sie immer.
Vom 08.-12. September ist Alli auf Promotour in den folgenden Städten: Berlin (08. 11.), Köln (09., 10.) & Hamburg (12.).
Alli Neumann ist im Herbst auf eigener „Zurück auf der Erde-Tour unterwegs:
(Präsentiert von DIFFUS, DLF Nova und RAUSGEGANGEN)
26.11. Leipzig / Täubchenthal
27.11. Wien / Flucc
28.11. München / Technikum
29.11. Stuttgart / LKA Longhorn
01.12. Frankfurt am Main / Zoom
02.12. Köln / Live Music Hall
03.12. Hannover / Musikzentrum
05.12. Hamburg / Große Freiheit 36
06.12. Berlin / Huxleys