Der Hamburger Musiker Moonkid ☾ veröffentlicht heute seine neue Single „Bordstein“ und kündigt damit sein erstes Album „Geschichten vom Mond“ an, das am 11. September 2026 erscheinen wird.
„Bordstein“ erzählt von einem radikalen Perspektivwechsel. Vom Außenseiter, der früher am Rand stand, hin zum selbstbewussten Rockstar, im Zentrum des Geschehens. „Bordstein“ bewegt sich dabei in einem Spannungsfeld aus Draufgängertum, Chaos und frischer Verliebtheit – getragen von einem modernen Pop-Punk-Sound mit markanten Rap- und Pop-Elementen. Genau diese Mischung macht Moonkids Stil so unverkennbar: ein emotionales Wechselbad zwischen Rebellion, Euphorie und Verletzlichkeit.
Einerseits umgibt Moonkid ☾ eine scheinbar unnahbare, Teeniestar-eske Aura, andererseits ist er – gerade in seiner Rolle als Influencer – ein beachtlich offenes Buch. Er scheint inmitten der Extremen zuhause – und das Zeit seines Lebens. Im Jahr 2000 als Sohn eines Schlagzeug-spielenden Seemanns und einer ehemaligen Hausbesetzerin, die ihn früh mit dem Werk der Sex Pistols vertraut macht, geboren, wächst Moonkid ☾ in Kiel auf. In der Schule und beim Fußball ist er „der, den jeder komisch fand“ – dafür blüht er schon als Kind im Schlagzeug-Unterricht auf. 2016 verbringt er – wohl, um einer Antwort auf die Frage „wo gehör’ ich hin?“ endlich einen Schritt näher zu kommen – zwölf Monate in Brasilien. Zurück an der deutschen Nordküste beginnt Moonkid ☾ anschließend, erste eigene Hip-Hop-Beats zu produzieren. Wenig später schlägt das Werk des damals zwanzigjährigen Lil Peep aus Pennsylvania wie ein Blitz in sein Leben ein. Moonkid ☾ ist begeistert, gerührt und inspiriert, von Peeps Texten und seiner Idee, Trap, Punk und Emo-Pop miteinander zu verknüpfen – eben diese Crossover-Idee wird für Jahre sein eigenes Werk prägen.
Als Lil Peep ein Jahr später tragisch verstirbt, interpretiert Moonkid ☾ dies als Signal: Endlich traut er sich selbst ans Mic, endlich wächst seine eigene musikalische Vision. Als 2020 eine erste für sich stehende Single erscheint, stößt Moonkid ☾ in der ihm viel zu kleinen Stadt Kiel längst an seine Grenzen. Frei nach dem Motto „sollte sein wie ihr, doch ich gab es auf“ kifft er sich zwischen Model-Jobs und ersten TikToks auf seinem Artist-Account immer häufiger ins Koma. Als Moonkid ☾ 2022 an einer Hamburger Musik-Uni angenommen wird und Hals über Kopf seinen Umzug ins Rollen bringt, geschieht eine richtungsweisende Kuriosität. An seinem letzten Abend in Kiel geht einer seiner Clips derartig viral, dass plötzlich der Grundstein für eine Karriere gelegt zu sein scheint. Moonkid ☾ schwänzt schon den ersten Tag seines Studiums – wegen eines Termins bei einem in Berlin ansässigen Major-Label. In den Folgemonaten veröffentlicht er dort mehrere beachtlich erfolgreiche Singles à la „Sag mir das du bleibst“, „Schreib mir“ oder „tear me apart“.
Doch der Hype-Moment hält neue Abgründe bereit: Im Zuge eines Konflikts geht 2024 der Label-Deal in die Brüche, Moonkid ☾ verliert zwischenzeitlich gänzlich den Spaß an der Musik – als fast gleichzeitig eine langjährige Beziehung platzt, steht er am emotionalen Tiefpunkt.
2025 rappelt sich Moonkid ☾ wieder auf – und landet mit „LABOE“ einen riesigen TikTok-Hit. Gegen Jahresende lernt er in einer Hamburger Bar Swiss kennen, der ihn wenig später bei seinem bandeigenen Label Missglückte Welt unter Vertrag nimmt. Während Anfang 2026 die erste Moonkid ☾-Tournee erfolgreich über die Bühne geht, manifestiert er die Blutsbrüderschaft mit Swiss und dessen Band im Zuge der beiden Songs „Nett werden“ und „Lebenslauf“. Beide Stücke sind Vor-Vorboten eines am 11. September 2026 erscheinenden Debütalbums, das den Titel „Geschichten vom Mond“ trägt. Es ist ein gnadenlos ehrliches Abbild sämtlicher Gefechte, die Moonkid ☾ im Laufe der letzten Jahre – nicht zuletzt mit sich selbst – ausgetragen hat. Nicht erwiderte Liebe und zerbrochene Beziehungen, Selbstmordgedanken und Schmerzen in der Brust, „Mischkonsum“ und miese Träume, Fallen und Auffallen, Samstags-Euphorie und niederschmetternde Kater-Sonntage – das sind die Themen, die „Geschichten vom Mond“ prägen. Die Stimmung des Albums pendelt – ganz im Stil der ikonischen Zeile „vielleicht küss ich heut’ den Bordstein und dich auch“ – stets zwischen den Extremen.
„Geschichten vom Mond“ ist – inhaltlich und musikalisch – so vielseitig, bewusst überfordernd und detailreich, wie das von Moonkid ☾ selbst gemalte Albumcover, auf dem ein Meer an zackig gekritzelten Lettern, gruseligen Fantasiegestalten, Totenköpfe und Strichlisten mit einem Anarchie-Zeichen, Herzen, Blumen und Sternen kulminieren. Einerseits ist die Platte als eine Verneigung vor der Emo-Trap-Generation um Lil Peep, XXXTentacion oder Juice WRLD zu verstehen; andererseits greift sie den Sound der durch Bands wie Rage Against the Machine oder System of a Down geprägten Nu-Metal-Ära auf. Hier blitzt ein Funke Thirty Seconds to Mars, da eine Hommage an Tokio Hotel, dort ein Hauch Billie Eilish oder gar Slime durch – weil Moonkid ☾ über das gesamte Album hinweg Genre-Hopping auf Höchstniveau betreibt. Sein rau-klagender Schreigesang wird wahlweise von ruppig-übersteuernden Gitarren und dreckigen Grunge-Drums, geruhsam-verträumten Pop-Spielarten, zornigem Techno-Gehämmer oder Trap-Hi-Hats und 808s untermalt. Balladen und Punk-Banger mit Gothic-Note, Emo-Pop und Distortion, Swiss und Edo Saiya finden auf „Geschichten vom Mond“ engmaschig nebeneinander statt.
„Geschichten vom Mond“ von Moonkid ☾ erscheint am 11. September 2026 via Missglückte Welt.
Moonkid ☾ Live:
10.10.2026 Hamburg, Bahnhof Pauli (Releasekonzert)
13.11.2026 CH-Zürich, X-TRA*
14.11.2026 Karlsruhe, Substage (Ausverkauft)*
20.11.2026 AT-Wien, Gasometer*
21.11.2026 Nürnberg, Löwensaal*
27.11.2026 Berlin, Huxleys (Ausverkauft)*
28.11.2026 Erfurt, Central Club*
29.11.2026 Frankfurt, Batschkapp*
04.12.2026 Hannover, Capitol*
05.12.2026 Dresden, Alter Schlachthof*
10.12.2026 München, Backstage*
11.12.2026 Düsseldorf, Stahlwerk*
12.12.2026 Münster, Skaters Palace*
19.12.2026 Hamburg, Inselpark Arena*
*Support für Swiss + Die Andern
Fotocredit: Fynn Metzner