Morgen ist es soweit: Mit „Bright Screen, Red Eyes, Science Fiction“ veröffentlichen Walking On Rivers ihr lang erwartetes Debütalbum – ein Werk, das sich zwischen digitaler Reizüberflutung und der Sehnsucht nach echten, zwischenmenschlichen Momenten bewegt. Entstanden zwischen Fernweh, kreativer Neuorientierung und einer intensiven Phase als Duo, markiert das Album nicht nur einen musikalischen, sondern auch einen persönlichen Neustart für die Band. Wir haben mit Walking On Rivers über die Entstehung der Platte, die Einflüsse aus Oklahoma City, die persönliche Tiefe der Songs und die kommende Tour – präsentiert vom Frontstage Magazine – gesprochen.
Frontstage Magazine: Euer Debütalbum „Bright Screen, Red Eyes, Science Fiction“ steht kurz vor der Veröffentlichung – wie würdet ihr den Kern und die Stimmung des Albums beschreiben?
Walking on Rivers: Endlich ist es soweit! Der Kern des Albums ist, dass wir in den letzten Jahren zwischen all der ganzen Digitalität (die ja durchaus ihre tollen Seiten hat) irgendwie die zwischenmenschlichen und echten Momente mit anderen Menschen aus den Augen verloren haben. Wir verbringen viel Zeit vor Bildschirmen und kommunizieren virtuell miteinander, sind süchtig danach – die echte Erfahrung fällt immer öfter hinten rüber. Deswegen ist die neue Platte oft sehr persönlich und erzählt von zwischenmenschlichen Momenten, Zweifeln, Trauer, Hoffnung; aber auch Lebensfreude. Für uns ist die Platte ein energievolles Statement und ein Start in ein neues Kapitel für uns als Band.
Frontstage Magazine: Ein großer Teil des Albums ist während eures Trips nach Oklahoma City entstanden – welchen Einfluss hatte diese Zeit auf euren Sound und eure kreative Ausrichtung?
Walking on Rivers: Als wir nach Oklahoma gereist sind, hatten wir schon einige Demos mit im Gepäck – allerdings waren diese, was den Sound angeht, noch nicht sehr ausgereift. Da die Produktion dann wirklich in OKC mit Missing Melodies, Staring at the Ceiling und OK City Sun ihren Anfang genommen hat, hat sich der Sound von vor Ort auch auf jeden Fall in der restlichen späteren Produktion eingefunden. OK City Sun haben wir ja auch tatsächlich vor Ort geschrieben – produziert wurde er erst später in Köln. Der ganze Vibe vor Ort und die Aufregung, so weit weg von zu Hause an unserer Musik zu arbeiten, hat irgendwas mit uns gemacht. Was genau ist, schwer zu beschreiben – das Ergebnis kann man aber ab jetzt auf der Platte hören
Frontstage Magazine: Thematisch bewegt ihr euch zwischen Aufbruch, Selbstzweifeln und echten zwischenmenschlichen Momenten – wie persönlich ist dieses Album für euch geworden?
Walking on Rivers: Die Platte ist wohl die bisher persönlichste Veröffentlichung von uns. Bisher waren wir immer eher auf der gesellschaftskritischen Seite unterwegs, was unsere Lyrics angeht, was auch gut und richtig ist und mit Sicherheit auch auf dem neuen Album zu finden ist – z.B. beim Titletrack. Bei dieser Platte hat es sich aber angefühlt, als müssten wir persönlichere und zwischenmenschliche Themen angehen. Für uns ist diese Platte ein Aufbruch in ein neues Kapitel; wir sind nur noch zu zweit und haben uns zu Beginn sehr viel gefragt, ob wir das überhaupt schaffen und wo die Reise hingehen soll. Dieses Gefühl zwischen Zweifel, Aufbruch und sehr vielen Gesprächen ist dann automatisch in die Musik geflossen. Das muss aber nicht heißen, dass alle Songs traurig und melancholisch sind – Songs wie Waste the Night und Missing Melodies sind zum Beispiel genau das Gegenteil.
Frontstage Magazine: Eure Vorab-Singles wie „OK City Sun“ haben bereits viel Aufmerksamkeit bekommen – inwiefern haben diese Reaktionen eure Erwartungen oder euer Gefühl für das Album beeinflusst?
Walking on Rivers: Wir waren und sind immer noch total überwältigt von der bisherigen Resonanz zu dem Song (und auch den anderen vorab veröffentlichten Singles). Das hat all unsere Erwartungen um Längen übertroffen und es fühlt sich einfach super gut an zu sehen, dass die Musik die Leute anspricht und etwas mit ihnen macht. Was das Album angeht, ist das für uns einfach die beste Bestätigung, dass es die richtige Entscheidung war, zu zweit weiterzumachen und nochmal alles zu geben. Es hat einfach bisher super gut funktioniert und wir freuen uns jetzt einfach mega darauf, die neuen Songs endlich auf die Bühne zu bringen.
Frontstage Magazine: Im Herbst geht ihr auf Tour – präsentiert von uns! Was dürfen Fans von den Shows erwarten und wie wollt ihr die Energie des Albums live umsetzen?
Walking on Rivers: Wir sind gerade fleißig dabei, die neuen Songs auf die Bühne zu bringen. Das ist immer eine sehr spannende Phase, wenn man die Sachen aus dem Studio dann mit in den Proberaum nimmt. Ein paar der Songs haben wir ja schon live spielen dürfen und die Resonanz und das Gefühl dabei war unfassbar schön. Die Fans dürfen eine energievolle Show mit allen Songs des neuen Albums erwarten. Vielleicht wird man uns auch an ein paar anderen Instrumenten sehen. Ein paar der älteren Tracks dürfen natürlich auch nicht fehlen. Es wird viel getanzt und gesungen – hier und da aber auch einen ruhigen Moment geben. Wir freuen uns krass!!!
Wir vom Frontstage Magazine präsentieren euch die Tour in Zusammenarbeit mit a.s.s. concerts & promotion GmbH
WALKING ON RIVERS – „Bright Screen, Red Eyes, Science Fiction“-Tour 2026
22.10.2026 – Köln • Garagen
23.10.2026 – Hamburg • Nochtspeicher
24.10.2026 – Berlin • Mikropol
25.10.2026 – Leipzig • Noel’s Ballroom
26.10.2026 – Frankfurt • Nachtleben
27.10.2026 – München • Rote Sonne / Kranhalle
Fotocredit: Thilo Rohlaender