Zu sich stehen, authentisch bleiben im Alltagsrauschen, die Wut und Verzweiflung darüber, dass einem genau das wieder nicht gelingt: Die erste Single „Real and True“ von Chaos Commute seit über vier Jahren zeigt das Berliner Rockduo schonungslos ehrlich und angepisst wie lange nicht.
„Real and True“ verbindet Nirvana-esque Grunge-Vibes mit einem Blick in den Spiegel und einer Frage, die uns alle umtreibt: „Can I be true, can i be kind?“ Kann ich für mich einstehen und trotzdem nicht allen damit auf die Füße treten? Chaos Commute fragen sich und uns alle, geben aber keine vorgefertigten Antworten, sondern Musik gewordene Wut als Ausdruck des inneren Kampfes.
„Real and True“ gelingt das Kunststück, gleich drei Ohrwürmer in einer Rockhymne zu verbauen: das grungige Riff, die mäandernde Gitarrenmelodie darüber und der wütende Chorus. Zwar ist „Vorbote“ ein abgenutzter Begriff, aber „Real and True“ ist genau das: ein lauter, bissiger Startschuss einer ganzen Reihe neuer Songs von Chaos Commute, die bald in einer EP bei KROD Records zusammenfinden werden. Und das hier ist erst der Anfang.
Chaos Commute zeigen mit „Real and True“ eine musikalische Weiterentwicklung, die die letzten viereinhalb Jahre seit dem Erscheinen ihres Debütalbums „Fairytales and Nightmares“ in einem wütend-verletzlichen Song zusammenfasst. Reduktion auf das Wesentliche, auf Camilos wütende Riffs und Julians treibende Drums, weniger episch und Stadion, mehr geballte Faust und Proberaum, trotzdem eingängig und gnadenlos offen wie man das Rockduo kennt.
Die Band brachte „Fairytales and Nightmares“ seit dem Release in über 30 Shows auf kleine und große Bühnen, die Songs wollten, mussten ihre Runden drehen, bis die Zeit reif war für Neues. Von einer Welt im Ausnahmezustand in 2021 zur nächsten in 2026 zeigen Chaos Commute, dass Wut und der Blick in den Spiegel immer aktuell bleiben.
Reduktion auf das Wesentliche hieß bei der Produktion auch: auf Camilo und Julian. Ihre neuen Songs schrieben sie in einer Ferienhütte nördlich von Berlin, die Produktion und die Aufnahmen fanden im bandeigenen Studio statt, quick and dirty, mit Ecken und Kanten. Damit diese brachialen Spuren dann aus einem Guss klingen, hat der wunderbare Ace „Real and True“ in seiner Keksfabrik abgemischt, im Mastering hat Marc Wüstenhagen den Song dann final veredelt.
Mit dem Release des Songs zeigen Chaos Commute auch visuell eine neue Seite, konzipiert und mit genialen Ideen ausstaffiert von Lisa Böhm / Eddy Matters. Real and true. Chaos Commute are back!
Fotocredit: Lisa Böhm und Eddy Matters