Nach längerer Pause sind ABRAMOWICZ zurück – und präsentieren sich dabei in frischem Gewand. Die Hamburger Band kehrt nicht nur mit neuer Energie, sondern auch in erweiterter, sechsköpfiger Besetzung auf die musikalische Bildfläche zurück. Mit der heute erschienenen Single „Hunter“ geben sie einen weiteren Vorgeschmack auf ihr kommendes zweites Album „Joy Of Missing Out“, das für den 22. Mai 2026 angekündigt ist.
„Hunter“ steht sinnbildlich für die Weiterentwicklung der Band: Statt druckvoller Drums dominieren reduzierte Lo-Fi-Beats das Klangbild, während ein prägnantes Saxophon dem Track eine ungewohnte, fast melancholische Tiefe verleiht. Der Song steigert sich langsam zu einem großen Finale – ein Spannungsbogen, der die neue stilistische Offenheit von ABRAMOWICZ eindrucksvoll unterstreicht.
Inhaltlich zeichnet „Hunter“ das Porträt einer verlorenen Generation zwischen urbaner Sehnsucht und existenzieller Sinnsuche. Die wiederkehrende Zeile „Bobby said / let’s have another round“ wird dabei zum lakonischen Mantra all jener, die sich im Spannungsfeld zwischen Selbstanspruch und einer oberflächlichen Welt behaupten müssen – immer begleitet vom flüchtigen Traum nach schnellem Ruhm.
Sänger Sören Warkentin beschreibt den Song als Wendepunkt im kreativen Prozess der Band:
„‚Hunter‘ war für uns ein musikalischer Aufbruch. Anfangs waren die neuen Songs noch sehr nah an unserem Debüt ‚Modern Times‘. Aber hier haben wir uns getraut, die Schönheit des Einfachen einfach stehen zu lassen. Lo-Fi-Drums aus der Demo, drei Akkorde und endlich ein Saxophon – Punkt. ‚Hunter‘ ist unser musikalisches ‚Why not?‘.“
Bereits im Vorfeld hatte die Band mit „Money Takes“ einen ersten Einblick in das neue Album gegeben. Mit „Hunter“ wird nun deutlich: ABRAMOWICZ haben ihren Sound nicht nur weiterentwickelt, sondern öffnen sich bewusst neuen Einflüssen – und könnten damit 2026 ein starkes Comeback feiern.
Foto: Marcel Huth