Es wird dieses Jahr geklotzt und nicht gekleckert beim Golden Leaves Festival Line-Up für den 22. und 23. August am Steinbrücker Teich in Darmstadt! Schon die erste Headliner-Band-Welle hatte es bekanntlich mehr als nur in sich – wir rekapitulieren: Agnes Obel, Noga Erez, Kat Frankie B O D I E S, Holly Humberstone, Austra, HVOB und Lara Hulo stehen dieses Jahr bei uns ganz oben auf dem Poster. Aber auch unterhalb der Headliner-Garde wird es hoch spannend, denn auch hier leben wir das viel zitierte Motto: jeder unserer Acts ist ein handverlesener Act der Herzen! Drum freut euch auf die 7 neuen Hochkaräter der 2. Bandwelle:
Als sich die britische Sängerin Luvcat mit ihrer Debütsingle Matador erstmals vorstellte, tat sie das mit einer Mischung aus Eleganz und Wildheit – wie ein verführerischer Streifzug durch eine Welt voller Romantik, Gefahr und Eskapismus. Ihr Sound verbindet französische Dekadenz mit britischem Rock’n’Roll-Charme und auch die Geschichten, die sie um sich selbst spinnt, wirken fast schon filmreif: frühe, ausschweifende Shows an der Seine, leidenschaftliche Affären und zufällige Begegnungen mit späteren Bandmitgliedern in lauen Sommernächten.
Die britische Band Pale Waves steht für eine Mischung aus düsterem Indie-Pop, glitzerndem Synth-Sound und poppigem Punk-Appeal – irgendwo zwischen Dream-Pop-Nostalgie und 2000er-Gitarrenhymnen. Schon mit ihren frühen Singles There’s a Honey oder Television Romance sowie dank dem Support von The 1975 konnte die Band schnell internationale Aufmerksamkeit bekommen – aktuell sind sie mit Louis Tomlinson auf großer Arena-Tour, bald sorgen sie für die großen Gitarren-Pop-Momente auf dem Golden Leaves!
Die schottische Sängerin Cara Rose zählt zu den spannendsten neuen Stimmen im Spannungsfeld von Soul, Jazz und modernem Pop. Mit ihrer warmen, gleichzeitig rauen und verletzlichen Stimme schafft sie es, sofort eine intime Atmosphäre aufzubauen – als würde man ihr nicht nur zuhören, sondern direkt in ihre Gedankenwelt eintauchen. Ihre Songs laden dazu ein, genauer hinzuhören – und zeigen, dass gerade in der Ruhe oft die größte Intensität steckt. Und das schlägt sich auch hierzulande in immer größeren und stets ausverkauften Konzerthallen nieder! Wir sind Fans und freuen uns ungemein auf dieses Highlight!
Mola steht für kompromisslose Ehrlichkeit, große Emotionen und einen Sound, der irgendwo zwischen Gossenpop, Indie-Rock und bittersüßen Balladen zuhause ist. Hinter dem Projekt steckt Isabella Streifeneder, deren wandelbare Stimme mal rau und knautschig, mal kraftvoll und hymnisch über eingängigen Gitarren, flirrenden Synths und staubigen Drums liegt. Ungeschönt, widersprüchlich und absolut mitreißend.
Seit ihrem Durchbruch 2011 hat sich Poliça einen ganz eigenen Sound aufgebaut: Düstere Synths treffen auf treibende, fast hypnotische Rhythmen, getragen von Leaneaghs markant verfremdeter, aber gleichzeitig sehr nahbarer Stimme. Das im vergangenen Jahr erschienene, aktuelle Album Dreams Go der Band aus Minneapolis ist wohl ihr bisher persönlichstes Werk.Entstanden im Schatten der schweren Glioblastom-Diagnose von Bassist Chris Bierden, wirkt das Album wie ein intensives Innehalten: eine Mischung aus Abschied, Erinnerung und dem Versuch, das Flüchtige festzuhalten. Wir freuen uns, damit auch den eigentlich für 2020 geplanten Auftritt der Band nachholen zu können, der aufgrund von Corona nicht stattfinden konnte.
Nxdia bringt frischen Wind in die Alt-Pop-Szene. Der 25-jährige Act mit ägyptisch-sudanesischen Wurzeln, verwandelt persönliche Gedanken und Erfahrungen in hymnische Pop-Punk-Melodien und energiegeladene Ohrwürmer. Nxdias Songs handeln von Identität, Zugehörigkeit und dem Gefühl, endlich verstanden zu werden – immer versehen mit einem charmanten Augenzwinkern und dem Mut zur schonungslosen Ehrlichkeit.
Das britische Duo ARXX gehört zu den aufregendsten neuen Acts im Alternative-Rock – nicht zuletzt, weil sie sich konsequent jeder Schublade entziehen. Bestehend aus Sängerin und Gitarristin Hanni Pidduck und Drummerin Clara Townsend, verbinden sie seit ihrer Gründung 2017 rohe Gitarrenenergie mit eingängigen Pop-Hooks und einer klaren DIY-Haltung: selbstbestimmt, queer und kompromisslos. Entstanden in Brighton, einer der kreativsten Musikstädte Großbritanniens, entwickelte sich ihr Sound schnell zu etwas Eigenständigem – laut, direkt und gleichzeitig überraschend emotional.

Fotocredit: Titelbild: Laura Keimel; Festivalgrafik: Golden Leaves Festival