Hinter No Berlin steckt der amerikanische Auswanderer Mark Lewis, seit Jahren fester Bestandteil der Berliner Musikszene und als Gitarrist unter anderem für Laura Lee & the Jettes sowie Laura Carbone unterwegs. Mit seinem Soloprojekt bewegt er sich jedoch in einem deutlich introspektiveren Raum.
Die neue Single beschäftigt sich mit dem stillen Zerfall von Gewissheiten. Mit diesem Moment, in dem das eigene Weltbild Risse bekommt – nicht durch einen plötzlichen Schock, sondern durch schleichende Erkenntnis. „And the World Will Never Be the Same… Ever Again“ klingt wie das Protokoll eines inneren Erdbebens. Melancholisch, reduziert, eindringlich. Kein Pathos, kein großes Drama – sondern diese nüchterne Feststellung: Etwas ist unwiderruflich vorbei.
Passend dazu erscheint ein atmosphärisches Musikvideo, das die Fragilität des Songs unterstreicht:
Doch No Berlin setzt nicht nur musikalisch ein Statement, sondern auch strukturell. Aus Überzeugung für Künstlerrechte und ethische Medienpraktiken wird die Single bewusst nicht auf Spotify veröffentlicht. Als Begründung nennt Lewis unter anderem niedrige Lizenzvergütungen, problematische Investitionen des ehemaligen Spotify-CEOs sowie die Schaltung ICE-bezogener Anzeigen in den USA. Stattdessen erscheint der Song auf Plattformen wie Bandcamp und Patreon – dort, wo faire Vergütung und direkte Unterstützung im Vordergrund stehen.
Das ist kein PR-Gag, sondern eine klare Haltung. Und sie passt zu einem Song, der genau diese Risse in bestehenden Systemen thematisiert.
Live gibt es No Berlin im März als Support von Laura Lee & the Jettes auf Deutschlandtour zu erleben. Eine gute Gelegenheit, diesen leisen, aber nachhaltigen Einschnitt nicht nur zu hören, sondern zu fühlen.
Tour Dates mit Laura Lee & the Jettes
MAR 06 Ostpol Dresden, Germany.
MAR 07 Klubovna 2. patro: Hlavna mesto Praha, Czechia
MAR 09: Club Stereo: Nuremberg, Germany
MAR 19 Subrosa Dortmund, Germany
MAR 20 Magazinkeller Bremen Bremen, Germany
MAR 21 Betty Hamburg, Germany
Fotocredit: Suzanne De Carrasco