Schon beim Betreten der Docks Hamburg war klar: Das hier wird kein gewöhnlicher EDM-Abend, sondern eine Reise durch mehrere Generationen elektronischer Clubkultur.
Das Publikum spiegelte genau das wider – von sehr jungen Raver:innen bis hin zu älteren Szene-Veteran:innen, die sichtbar wegen des kompromisslosen Techno-Vibes von Jay Frog gekommen waren.
Perplexi – ein ruhiger Start in eine große Nacht Der Abend begann mit Perplexi, und ehrlich gesagt wirkte das Docks zu diesem Zeitpunkt noch fast leer. Die Sets liefen solide, atmosphärisch und sauber produziert, aber die Energie im Raum fühlte sich noch zurückhaltend an – eher Warm-up als echte Clubnacht. Doch dieser Eindruck sollte sich schnell ändern.
Jay Frog – der Moment, in dem der Raum explodierte
Mit Jay Frog änderte sich die gesamte Dynamik des Abends. Plötzlich war das Docks nicht mehr nur ein Club – es wurde ein pulsierender Dancefloor. Sein treibender, leicht technoider Sound traf besonders bei den älteren Raver:innen einen Nerv, die diesen raueren, direkteren Vibe offensichtlich vermisst hatten. Hier verschmolzen erstmals die unterschiedlichen Publikumsgruppen zu einer Einheit: die jungen Trance-Fans, die Techno-Heads und die klassischen Clubgänger:innen. Ab diesem Punkt war klar: Diese Nacht wird voll – emotional wie physisch.
Andrew Rayel – maximale Emotion, maximale Ekstase
Als Andrew Rayel die Bühne übernahm, war das Docks endgültig am Limit. Rayel brachte genau das, wofür er weltweit gefeiert wird: epische Trance-Drops, riesige Melodien und diese bittersüße Mischung aus Euphorie und Melancholie, die Trance so einzigartig macht. Arme gingen hoch, Smartphones leuchteten, Menschen lagen sich in den Armen – das war kein normales DJ-Set, das war kollektive Katharsis. Rayel verstand es perfekt, das Publikum mitzunehmen, die Spannung aufzubauen und immer wieder in emotionalen Höhepunkten explodieren zu lassen.
Dash Berlin – Nostalgie trifft auf zeitlose Club-Magie
Wenn Dash Berlin übernimmt, ist das mehr als nur ein weiterer Headliner-Slot – es ist ein Ritual für die Trance-Community. Seine Tracks, Remixe und Edits fühlten sich an wie ein Soundtrack für all die Jahre, die viele im Publikum bereits in dieser Szene verbracht haben. Während Andrew Rayel die Herzen geöffnet hatte, sorgte Dash Berlin dafür, dass sie brannten. Seine Mischung aus melodischer Größe, euphorischen Breaks und treibenden Beats verband alle Generationen auf dem Dancefloor. Hier standen Menschen, die Dash Berlin schon vor über zehn Jahren gehört haben – direkt neben denen, die ihn gerade erst entdecken.
Fazit
Diese Nacht im Docks Hamburg war der Beweis dafür, dass elektronische Musik keine Altersgrenzen kennt. Von den ersten, noch leeren Momenten bei Perplexi, über die Explosion beiJay Frog, bis hin zu den emotionalen Höhepunkten mit Andrew Rayel und der legendären Trance-Magie von Dash Berlin – dieser Abend entwickelte sich stetig zu einem echten Club-Epos. Unterschiedliche Generationen, unterschiedliche Sounds – aber ein gemeinsamer Puls. Genau so fühlt sich eine perfekte Clubnacht an.
Fotocredit: Offizielle Veranstaltungsgrafik