Lionheart bringen am 09.01.2026 in Münster, mit kräftiger Hardcore-Unterstützung von Slope, Gideon und Madball, ihren Tourauftakt im Skaters-Palace und können zugleich den Release ihres neuerschienenen Albums Valley of Death II feiern.
Es war 19:00 Uhr, als der Abend durch die Jungs von Slope aus Duisburg eröffnet wurde. Mit ihrer Mischung aus Hardcore Punk, Funk, Rap und Beatdown bringen sie ihren einzigartigen Stil innerhalb des Hardcore Genres und passten mit ihrem abwechslungsreichen Sound perfekt ins Line-Up des Abends. Slope brachten mit ihrer Performance sehr schnell Fülle ins Innere des Skaters-Palace und heizten dem aus jungen Fans und alten Old School Hardcore Anhängern gemischten Publikum direkt ein. Mit Songs wie „It‘s Tickin‘“, „I’m Fine“ oder „Freak Dreams“ brachten sie all ihre Genre-Elemente mit zahlreichen groovigen Tempowechsel perfekt auf die Bühne.
Als Nächstes betraten gegen 19:45 Uhr die US-Amerikaner von Gideon die Bühne. Die Metalcore Band aus Alabama sorgte mit ihrem mächtigen Sound aus tiefgestimmten Gitarren und harten Breakdowns direkt für die Entstehung eines brutalen Moshpits vor der Bühne. Frontmann Daniel McWhorter, welcher durch das Tragen seines Cowboyhutes perfekt den Alabama Style von Gideon verkörperte, war ein absolutes Beast an den Vocals und brachte durch Songs wie „BITE DOWN“ und „Wrong One“ den Skaters-Palace zum Beben.
Der um 20:30 Uhr bereits gut gefüllte Skaters-Palace wurde zu diesem Zeitpunkt schon reichlich eingeheizt. Doch nun war es Zeit für die New Yorker Hardcore Legenden Madball. Die Band um Frontmann Freddy Cricien setzte noch einen drauf und startete mit einer beeindruckenden Energie, welche sich direkt auf das Publikum auswirkte. Ein lebhafter Moshpit, Crewshouts und jede Menge Two-Step-Parts. Eine Setlist gefüllt mit älteren Songs wie „Set It Off“ oder „Pride“ sowie jüngeren Songs wie „Rev Up“ aus 38 Jahren Bandgeschichte. Madball wissen einfach perfekt, wie eine Hardcore Performance aussehen muss, und genau das zeigten sie auch an diesem Abend.
Doch gegen 21:30 Uhr war es endlich so weit: Nach einer kurzen Umbaupause startete jetzt auch der Headliner des Abends. Ein großes, schwarzes Lionheart Banner hängt vor der Bühne, während noch das Intro läuft. Dann geht es los: „Welcome to the Westcoast!“ Das Banner fällt und die Band startet mit ihrem ersten Song „Cali Stomp“. Die Stimmung im Publikum ist gut und man merkt der Band die gute Laune und Motivation an. Lionheart feierten an diesem Abend nämlich nicht nur den Auftakt ihrer Tour, sondern brachten am selben Tag sogar ihr neues Album „Valley of Death II“ heraus. Die seit 2004 bestehende kalifornische Hardcore Band ist für ihre kraftvollen Live-Auftritte bekannt, und genau das stellen sie auch an diesem Abend unter Beweis. Durch den allgemein fetten Sound an dem Abend als auch einen lebhaften Moshpit vor der Bühne, heizten die Kalifornier mit Titeln wie „Trial by Fire“ und „Live by the Gun“ sowie auch jeder Menge Songs vom neuen Album ordentlich ein. Zum Schluss hin, lud Frontmann Rob Watson die Menge mit einem kurz angeschnittenen Coversong „Fight For Your Right“ von den Beastie Boys zu Party ein, ehe der Abend mit „LHHC“ zum krönenden Abschluss kam.
Fazit:
Eine gelungene Album-Release-Party für Lionheart, sowie ein durchaus gelungener Tourauftakt für alle anderen anwesenden Bands. Ein Abend an dem Hardcore Fans unterschiedlicher Subgenres aufgrund von gut performenden Bands, guter Stimmung, sowie eines guten Sounds innerhalb der Location auf ihre Kosten gekommen sind!
Fotocredit: Offizielle Grafik
Review: Dirk Massling