Irgendwo im Äther/Netz unseres kollektiven sozialen Kosmos schwebt die magische, meisterhafte Popmusik von Magdalena Bay, dem Duo aus Los Angeles, bestehend aus Mica Tenenbaum und Matthew Lewin, das sich darauf vorbereitet, ein zeitloses neues Relikt moderner Klänge namens Imaginal Disk
Auch wenn das Duo Kalifornien als seine Heimat bezeichnet, liegt sein wahres Zuhause doch in den Wolken, von wo aus die beiden die einzigartigen und doch vertrauten Frequenzen synthetischer Nostalgie, kitschiger Eingängigkeit und bombastisch verzerrter Neo-Hooks aussenden und ausstrahlen, für die die Gruppe berühmt geworden ist. Magdalena Bay ist sowohl im Audio- als auch im Videobereich aktiv und eine Einheit, die perfekt in diese Zeit passt, gefangen in einem Nebel aus Bekanntem und Gefundenem, während sie Klanglandschaften, die mit dem Jetzt verwoben sind, in die Zukunft treibt.
Die beiden lernten sich als Teenager in einem Musikprogramm ihrer Highschool in ihrer Heimatstadt Miami kennen (Tenebaum war im Alter von einem Jahr von Buenos Aires nach Florida gezogen) und erkannten schnell, dass sie Seelenverwandte waren, was zur Gründung einer Band, der Prog-Gruppe Tabula Rasa, sowie zu einer Liebesbeziehung führte. Lewin war ein selbsternannter Gitarren-Shredder, der mit den Prog- und Concept-Rock-Platten seines Vaters – The Wall, The Bends, Genesis, Fiona Apple – aufgewachsen war, während Tenenbaum als Pianistin und Sängerin ihre ersten Schritte im Indie-Rock (Modest Mouse) und Emo-Rock (My Chemical Romance) sowie im Pop von Prinzessinnen (Shakira, Britney) machte.
Beide konnten Noten lesen, und Lewin hatte sogar Musiktheorie studiert und sich selbst beigebracht, wie man produziert, aufnimmt und abmischt, während er zwei Tabula-Rasa-Alben produzierte. Das Paar nahm eine kurze Auszeit von seiner Beziehung und ging an verschiedene Colleges, hielt aber die Band zusammen und fuhr oft acht Stunden mit dem Bus von Penn nach Northeastern und zurück, um zu proben, bevor es schließlich zwei Dinge erkannte: Erstens, dass ihre Beziehung zu real war, um sie zu leugnen, und zweitens, dass kein junger Mensch Prog mag.
„Es war so: ‚Niemand hört unsere Prog-Musik, was für eine Schande‘“, sagt Tenebaum lachend. „Wir waren begeistert, etwas Neues auszuprobieren. Also beschäftigten wir uns mit den Fragen ‚Was bedeutet es, einen Popsong zu schreiben?‘ und ‚Was ist das für ein Handwerk?‘, und das war der Beginn von Magdalena Bay.“
20.02.26 – Carlswerk Victoria, Köln
22.02.26 – Columbiahalle, Berlin
Fotocredit: Lissyelle Laricchia