Mit ihrem Debütalbum „things i wrote down last night“ legt Malou Lovis ein Werk vor, das ebenso persönlich wie universell ist. Die elf Tracks entfalten eine vielschichtige Erzählweise, die sich zwischen introspektiven Momenten und kraftvoller musikalischer Umsetzung bewegt. Dabei verbindet die Musikerin tiefgehende Reflexionen über persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Themen, ohne dabei an Leichtigkeit oder Eingängigkeit zu verlieren.
Der Albumtitel deutet bereits an, worauf sich die Hörer*innen einlassen: Eine Sammlung von Gedanken, die in stillen Momenten entstanden sind und nun in musikalischer Form geteilt werden. Diese Intimität spiegelt sich in der gesamten Produktion wider. Die Arrangements sind fein nuanciert, wechseln zwischen ruhigen, reduzierten Passagen und dynamischen Klanglandschaften, die sich atmosphärisch aufbauen.
Thematisch greift das Album eine breite Palette an Emotionen und Lebensrealitäten auf. Es geht um Selbstfindung, um den Umgang mit Verlust, um gesellschaftliche Erwartungen und um den Mut, den eigenen Weg zu gehen. Die Texte sind ehrlich, nahbar und lassen Raum für individuelle Interpretationen. Besonders bemerkenswert ist die Fähigkeit von Malou Lovis, komplexe Gefühle in zugänglichen Melodien einzufangen.
Musikalisch bewegt sich „things i wrote down last night“ zwischen akustischer Wärme und modernen Pop-Elementen. Die Produktion bleibt dabei stets organisch und gibt der Stimme der Künstlerin genügend Raum, um ihre volle Ausdruckskraft zu entfalten. Die Mischung aus sanften Balladen und energiegeladenen Arrangements sorgt für eine abwechslungsreiche Dynamik, die das Album zu einem stimmigen Gesamtwerk macht.
Mit diesem Debüt beweist Malou Lovis nicht nur ihr Talent als Musikerin, sondern auch als Geschichtenerzählerin. „things i wrote down last night“ ist mehr als eine Aneinanderreihung von Songs – es ist ein Einblick in eine Gedankenwelt, die gleichzeitig sehr persönlich und doch für viele nachvollziehbar ist. Ein Album, das nachhallt und Lust auf mehr macht.
Fotocredit: Jannik Perse / Beben Berlin