Aus der Kirchengemeinde seiner Heimatstadt Benin City hat es der nigerianische Afrobeats-Sänger REMA zur weltweit größten Popsenstation des afrikanischen Kontinents geschafft.
Mit dem Hit „Calm Down“ (und dem Remix mit Selena Gomez) brach der 24-Jährige zahlreiche Rekorde. Kein Afrobeats-Song wurde öfters auf Spotify gestreamt. Kein afrikanischer Künstler hielt sich mit 57 Wochen länger in den Billboard Hot 100-Charts. Nach achtmonatiger Auszeit meldet sich REMA heute mit der Single „Benin Boys“ (feat. Shallipopi) zurück. Damit setzt er seiner Heimatstadt ein Denkmal.
Das Video zu „Benin Boys“ wurde in Benin City gedreht, gleichzeitig auch die Heimat seines Duettpartners Shallipopi. Es zollt lokalen Traditionen und dem Wesen der Kultur Benins Tribut. Man sieht Männer, die sich aus Respekt und Trauer die Köpfe rasieren, wenn der König von Benin stirbt und der nächste in der Folge den Thron besteigt. Das Video zeigt Fledermäuse, die allgegenwärtig am Himmel über Benin sind. Auch Bilder historischer Artefakte sind zu sehen, die sogenannten Benin-Bronzen, die 1897 während einer Invasion zur politischen Expansion größtenteils von britischen Truppen erbeutet wurden.
„Benin Boys“ unterstreicht die Bedeutung der eigenen Herkunft für REMA, der trotz seines Höhenflugs nie die Bodenhaftung verloren hat. In dieser Woche nahm er Front Row bei Pharrell Williams‚ Louis Vuitton-Show in Paris Platz. Ende letzten Jahres verkaufte er die Londoner O2 Arena aus. Barack Obama feierte REMA schon zu Beginn von dessen Karriere auf seiner „Summer Playlist“. Seitdem erschien der Nigerianer auf unzähligen Magazincovern, verkaufte weltweit Shows & Touren aus und hat es in nur fünf Jahren zu über 70 Milliarden Karriere-Streams gebracht. Das erste Album von REMA, „Rave & Roses“, erschien 2022.
Rema – Exklusives Konzert in Deutschland
30.06. – Düsseldorf – Mitsubishi Electric Halle
Fotocredit: Ricky Alvarez